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16.05.2012

10:49 Uhr

Lufthansa

Zukäufe trotz Sparkurs nicht ausgeschlossen

Die Lufthansa behält sich trotz des Sparkurses die Möglichkeit vor, Zukäufe zu tätigen. Allerdings relativierte die Fluggesellschaft Aussagen, wonach sie Interesse an der portugiesischen Staatsfluglinie TAP habe.

Die Lufthansa will trotz des Sparkurses mögliche Zukäufe nicht ausschließen. AFP

Die Lufthansa will trotz des Sparkurses mögliche Zukäufe nicht ausschließen.

LondonDie Lufthansa prüft trotz des gerade erst verkündeten Sparkurses die Übernahme kleinerer Airlines. Zugleich relativierte der DAX-Konzern am Mittwoch einen Zeitungsbericht, wonach er über den Kauf der portugiesischen Fluggesellschaft TAP nachdenkt.

Die „Financial Times“ hatte den Lufthansa-Vorstandsvorsitzenden Christoph Franz mit den Worten zitiert, die vor der Privatisierung stehende Staatsairline sei vor allem wegen ihrer führenden Rolle bei Flügen nach Brasilien „potenziell interessant“.

Nun ruderte der Konzern, der auf der Hauptversammlung Anfang des Monats die Streichung von 3.500 Stellen in der Verwaltung bekannt gegeben hatte, zurück. Franz sei in dem FT-Interview falsch verstanden worden, sagte ein Konzernsprecher. Er habe mit seiner Aussage nur sein grundsätzliches Interesse an Übernahmen zur Marktkonsolidierung bestätigt, sich aber nicht konkret zu einem geplanten Gebot für TAP geäußert.

„Das wurde etwas akuter dargestellt als es tatsächlich ist“, sagte der Sprecher weiter. Richtig sei aber, dass Lufthansa weiter die Augen nach potenziellen Übernahmekandidaten im Kreise der kleineren Star-Alliance-Partner offenhalte. Wenn sich die Gelegenheit dazu ergebe, sei es „unsere strategische Pflicht, das zu prüfen“, sagte der Sprecher.

Würde die Lufthansa die portugiesische Gesellschaft übernehmen, wäre sie nach Austrian Airlines und Swiss Air die dritte ehemals staatliche Airline, die der europäische Branchenprimus schlucken würde. Aber auch IAG, das Dachunternehmen von British Airways und Iberia, soll laut FT an einem Kauf interessiert sein. TAP fuhr dem Bericht zufolge 2010 bei einem Jahresumsatz von 2,3 Milliarden Euro einen Verlust von 57,1 Millionen ein.

Von

dapd

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