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24.01.2014

15:45 Uhr

Luftverkehr

Fluglotsen verkürzen angekündigten Streik

Die Lufthansa und etliche Passagiere können aufatmen: Europas Fluglotsen haben die Streikankündigung für die kommende Woche reduziert. Die Konflikte zwischen den Verhandlungspartnern sind damit aber nicht aus der Welt.

Fluglotsen der Deutsche Flugsicherung regeln im Tower des Flughafens Düsseldorf den Luftverkehr. Fluglotsen verschiedener nationaler Flugsicherungen haben für die kommenden Tage Arbeitsniederlegungen angekündigt. dpa

Fluglotsen der Deutsche Flugsicherung regeln im Tower des Flughafens Düsseldorf den Luftverkehr. Fluglotsen verschiedener nationaler Flugsicherungen haben für die kommenden Tage Arbeitsniederlegungen angekündigt.

ParisEntwarnung für Fluggäste – zumindest teilweise: Der europaweite Fluglotsenstreik nächste Woche fällt weniger heftig aus als zunächst angedroht. Die französischen Fluglotsen legen die Arbeit nicht mehr von Montag bis Freitag nieder, sondern nur einen Tag lang. Der Streikaufruf an die Flugkontrolleure für die Zeit vom 27. bis zum 31. Januar werde zurückgenommen, teilte die französische Gewerkschaft SNCTA am Freitag mit. Zwei andere Arbeitnehmervertretungen wollen in dem Land aber weiterhin am Donnerstag streiken, weshalb es an dem Tag zu Flugverspätungen und Ausfällen kommen kann.

Fluglotsen in einigen europäischen Ländern gehen Mitte kommender Woche in Ausstand, um gegen eine von der EU-Kommission vorangetriebene Reform der europäischen Luftraumüberwachung zu demonstrieren. Sie fürchten Sparrunden und einen Stellenabbau. Auch die deutschen Kollegen schließen sich der Protestaktion an – die Spartengewerkschaft GdF ruft die 2000 Lotsen dazu auf, am Mittwoch um 8 Uhr für eine Stunde die Arbeit niederlegen. Die betroffenen Unternehmen wehren sich: Neben dem Arbeitgeber der Fluglotsen, der bundeseigenen Deutsche Flugsicherung (DFS), klagt auch die Lufthansa gegen den Streik. Beide Fälle werden am Montag von Arbeitsrichtern verhandelt.

Falls die Fluglotsen vor Gericht siegen, dürfte der Streik den Flugverkehr erheblich beeinträchtigen: In der Streik-Stunde finden im Schnitt knapp 600 Flüge statt. Ohne Fluglotsen darf in ganz Deutschland kein Flugzeug starten oder landen – selbst das Überfliegen des Landes ist verboten.

Aus Sicht der Lufthansa ist der angekündigte Arbeitskampf der GdF als ein „politischer Streik“ rechtswidrig. Mit dem Ausstand werde kein tariflich regelbares Ziel verfolgt, sagte der Lufthansa-Sprecher. Hinter der Streikwelle stehen die europäische Fluglotsengewerkschaft ATCEUC, die 14.000 Mitglieder vertritt, sowie die Europäische Transportarbeitergewerkschaft ETF. In Italien ist am Mittwoch ein vierstündiger Streik geplant. Daneben haben auch die Fluglotsen aus Österreich, Portugal und weiteren Ländern Aktionen angekündigt.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

24.01.2014, 19:10 Uhr

Wenn Beamte streiken ...
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... dann merkt das keiner. Sie sind Minusleister!
Aber sie wissen sich zu wehren; sie melden sich dann krank, oder gehen in den "vorgezogenen Ruhestand"; natürlich bei vollem Gehalt!

Neben dem Arbeitgeber der Fluglotsen, der bundeseigenen Deutsche Flugsicherung (DFS), klagt auch die Lufthansa gegen den Streik.

Das nützt aber nichts. "La Grande Nation" gibt den Ton vor, und Deutschland folgt. Ansonsten droht die "Nazikeule".

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