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01.04.2012

13:01 Uhr

Luftverkehr

Lufthansa-Chef klagt über „unfairen Wettbewerb“

Christoph Franz, Chef der Lufthansa, macht seinem Ärger über die Europäische Union Luft. Zu viele Umweltauflagen machten seinem Unternehmen zu schaffen, während andere Regionen wesentlich liberaler seien.

Christoph Franz, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa AG. dpa

Christoph Franz, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa AG.

New YorkLufthansa-Chef Christoph Franz hält den internationalen Luftverkehr für eine Problem-Branche. „Es ist keine besonders gesunde Industrie. Die Gewinnmargen sind gering und sie werden noch geringer werden“, sagte Franz in einem dpa-Gespräch in New York.

„Es gibt zu viele Risiken wie etwa die Naturgewalten, viele Umweltauflagen und hohe Spritpreise. Vor allem ist da aber ein unfairer Wettbewerb, der uns enorm zu schaffen macht“, sagte Franz in Anspielung auf Subventionen für viele Fluggesellschaften, gerade im arabischen Raum.

Franz machte seinen Mitarbeitern allerdings Mut: „Lufthansa ist aber gesund und hat solide Finanzen.“ Die Pleiten von Malev und Spanair und die Schwierigkeiten bei Air Berlin hätten gezeigt, wie labil die Branche sei. „Da ist es unverständlich, dass die Europäische Union die Fluggesellschaften in ihren Ländern auch noch zusätzlich gängelt mit hohen Umweltauflagen, für die sich andere gar nicht interessieren.“

Die Lufthansa habe durchaus ein Interesse an der Umwelt und stehe Auflagen nicht ablehnend gegenüber: „Aber dann müssen alle mitmachen. Fluggesellschaften sollen sich dem Wettbewerb stellen. Gut, das wollen wir auch. Aber dann muss es ein fairer Wettbewerb sein, nicht mit zusätzlichen Auflagen für die einen und Subventionen für die anderen.“

Der von der EU vorgeschriebene Handel mit Emissionsrechten ist nach Worten des Lufthansa-Chefs „in dieser Form unakzeptabel“. Er benachteilige die europäischen Fluggesellschaften zu sehr gegenüber allen anderen. „Aber das EU-System hätte ja schon gewonnen, wenn es zwar ad acta gelegt wird, aber Basis für eine internationale Vereinbarung wird.“ In den USA sehe er da durchaus Kompromissbereitschaft, auch wenn das derzeitige EU-System rigoros abgelehnt werde. „Ich sehe da Chancen. Allerdings bleiben große Fragezeichen in Russland, China, Brasilien und Indien. Wenn die nicht mitmachen, ist ein Kompromiss kaum möglich.“

Von

dpa

Kommentare (1)

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flyer

01.04.2012, 17:35 Uhr

Ja, ja der Franz und dann versucht er sich an den Stammkunden
schadlos zuhalten und legt sich mit Ihnen auch noch vor Gericht
an und verliert. Kein Wunder wenn da der richtige Slogan lautet:
There always a better way zu fly than Lufthansa.
Mal an die eigne Nase packen Herr Franz und gucken wie die Mitbewerber Ihre Kunden behandeln, nicht nur die aufzählen die es noch schlechter wie Lufthansa machen!

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