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18.05.2011

18:18 Uhr

Luftverkehrssteuer

Weniger Passagiere in KölnBonn

Wegen der Luftverkehrssteuer rechnet der Flughafen Köln/Bonn 2011 mit weniger Fluggästen. Der Trend zeigte sich schon nach dem ersten Quartal, in dem die Passagierszahlen um sechs Prozent zurückgingen.

Der Flughafen Köln/Bonn rechnet mit deutlich sinkenden Passagierzahlen. Quelle: dpa

Der Flughafen Köln/Bonn rechnet mit deutlich sinkenden Passagierzahlen.

Köln Der Flughafen Köln/Bonn erwartet in diesem Jahr wegen der Luftverkehrssteuer rund 400.000 Passagiere weniger als 2010. "Als Low-Cost-Flughafen mit hohem Anteil an innerdeutschem Verkehr sind wir von der Sondersteuer besonders betroffen, da sie beim Hin- und Rückflug und somit doppelt erhoben wird", sagte Flughafenchef Michael Garvens am Mittwoch in Köln. Im ersten Quartal ging die Zahl der Passagiere im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bereits um sechs Prozent zurück. 2010 zählte der Flughafen rund 9,9 Millionen Passagiere.

Viele Reisende wichen auf Flughäfen in den benachbarten Niederlanden aus, erklärte Garvens. Außerdem leide der Airport unter dem verschärften Wettbewerb von Lufthansa und Air Berlin in Düsseldorf: Der massive Streckenausbau dort führe zu Kürzungen in Köln/Bonn.

Nach einem Verlust von 4,8 Millionen Euro 2009 schrieb der Flughafen im vergangenen Jahr wieder schwarze Zahlen. Das Ergebnis kletterte - bereinigt um Sondereffekte wegen umgestellter Bilanzierung - auf 1,1 Millionen Euro. Der Umsatz erhöhte sich um sechs Prozent auf 270 Millionen Euro.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Alfred_H

18.05.2011, 19:24 Uhr

Erscheint mir nicht logisch. Die meisten Flüge ab Köln Bonn sind wohl eher Kurzstreckenflüge. Um die 8 Euro zu sparen, fährt doch keiner für eine erheblich höhere Summe nach Amsterdam. Die Wahrheit wird sein, dass die Urlaubsflüge allgemein zurückgehen, weil sie immer teurer werden und den Menschen das Geld ausgeht. 2mal Urlaub im Jahr ist nicht mehr drin. Außerdem war es zu Saisonbeginn Ende April und Anfang Mai äußerst kalt im Mittelmeerraum. Da werden wohl einige, die schonmal schnell über Lastminute eine Woche Mallorca buchen zuhause geblieben sein.

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