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17.08.2011

11:37 Uhr

Luxus-Elektromarke

Bang & Olufsen sucht Heil im Hifi-Markt

Mit einem Gewinn von 5,4 Millionen Euro katapultiert sich Bang & Olufsen wieder aus den roten Zahlen. Mit hochwertigen Audio-Geräten und Produkten, die im Internet verkauft werden sollen, will B&O seine Margen stärken.

Bang & Olufsen macht das Geschäft mit TV-Flachbildschirmen zu schaffen -genau wie Konkurrent Loewe. Quelle: ap

Bang & Olufsen macht das Geschäft mit TV-Flachbildschirmen zu schaffen -genau wie Konkurrent Loewe.

München/ KopenhagenDer dänische Unterhaltungselektronik-Hersteller Bang & Olufsen ist im vergangenen Geschäftjahr in die Gewinnzone zurückgekehrt. Nach einer langen Durststrecke erreicht der Luxusanbieter, dessen Fernseher mitunter an die 30.000 Euro kosten, in den zwölf Monaten bis Ende Mai ein Ergebnis vor Steuern von umgerechnet 5,4 Millionen Euro (40 Millionen Kronen), wie das Unternehmen mitteilte. Im Vorjahr war noch ein Vorsteuerverlust von 6,7 Millionen Euro angefallen. Der Umsatz stagnierte in etwa bei 3,8 Milliarden Euro.

Für die Zukunft will das Unternehmen mit seinem neuen Chef Tue Mantoni ähnlich wie der deutsche Rivale Loewe verstärkt auf hochwertige Audio-Geräte setzen. Das Geschäft mit Flachbildfernsehern lahmte zuletzt weltweit. Der niederländische Elektronikkonzern Philips und der japanische Konkurrent Hitachi zogen sich aus dem umkämpften Geschäft zurück. Der knallharte Preiskampf setzt auch dem größten deutschen Hersteller Loewe zu. Das Traditionsunternehmen erwartet für das laufende Jahr Verlust.

B&O kündigte zudem eine neue Produktlinie an, die entgegen der Gewohnheit des Premiumanbieters auch über das Internet verkauft werden soll. Insgesamt will Mantoni die Marke wieder stärker ins Bewusstsein der Kunden bringen. „Wir glauben, dass viele Konsumenten sich von unseren Produkten begeistern lassen könnten, aber wir sind bislang nicht auf ihrem Radar“, sagte er. Mit technologischen Kooperationen will B&O zudem seine Margen stärken. Beim Geschäft mit Auto-Hifi drosseln die Dänen indes: Das Unternehmen werde sich in dem Segment auf die bestehende Kundschaft beschränken. Die Ausrüstung von Nobelautos mit Stereoanlagen gilt zwar als prestigeträchtig, aber wenig einträglich, da die Autobauer die Margen der Zulieferer drücken.

Von

rtr

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