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20.07.2015

20:01 Uhr

Luxus für Outdoor-Fans

Aus Camping wird „Glamping“

Camping ist in den kommenden Monaten angesagt – und das beschert der Branche Rekorde. Um mehr zahlungskräftige Kundschaft anzulocken, rüsten die Platzbetreiber auf und bieten auch ungewöhnliche Quartiere.

Ein Zelt mit einem Bett, Stühlen und Lampen: Komfort wird beim Campen groß geschrieben. dpa

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Ein Zelt mit einem Bett, Stühlen und Lampen: Komfort wird beim Campen groß geschrieben.

MünchenCamping galt lange Zeit vor allem als Billigurlaub für Spontane. Doch mit Zelt, Isomatte und Gemeinschaftsduschen wollen sich viele Urlauber heute nicht mehr zufriedengeben. Deshalb investieren auch deutsche Platzbetreiber in mehr Komfort: Nicht nur Restaurants, WLAN und moderne Sanitäranlagen gehören auf immer mehr Campingplätzen zur Grundausstattung, sondern auch bequeme Unterkünfte für unterschiedlichste Ansprüche – von der romantischen Berghütte mit Geschirrspüler und Badewanne übers Design-Baumhaus bis hin zur kirgisischen Jurte. Das bringt frischen Wind in die deutsche Camping-Landschaft.

Die Gäste lassen sich solche Spezial-Quartiere einiges kosten, und heizen so den Trend zum Glamour-Camping – kurz „Glamping“ – weiter an. Um die 1000 Euro und mehr beispielsweise müssen Urlauber mancherorts für eine Erlebnis-Woche im Baumhaus berappen – dafür sind in klassischen Ferienregionen schon große Ferienhäuser mit eigenem Pool in Strandnähe zu haben.

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Doch viele gestresste Großstädter sind ohnehin weit gereist und suchen die naturnahe Erholung mit besonderem Flair. Auch steigende Haushaltseinkommen und die gute Konsumlaune lassen die „Glamping“-Nachfrage in Deutschland steigen. „Wir wissen von vielen Anbietern, dass sie in der diesjährigen Hochsaison ausgebucht sind“, sagt Roland Bamberger, Portalmanager der 2014 gestarteten Website glamping.info.

Auch Hotelbetreiber sind auf den Zug aufgesprungen und bieten neben Zimmern und Suiten auch ausgefallenere Angebote wie das Wohnen im In- oder Outdoor-Tipi oder im Schäferwagen.

Auch generell boomt der Camping-Urlaub mit dem mehr oder weniger festen Dach über dem Kopf: Knapp 28 Millionen Nächte verbrachten Reisende im vergangenen Jahr auf deutschen Campingplätzen, das waren gut sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Zusammen mit den rund 70 Millionen Nächten auf Dauerstandplätzen zählte die Campingwirtschaft fast 100 Millionen Übernachtungen.

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