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16.05.2013

09:55 Uhr

Luxusgüterhersteller

Richemont erhöht Dividende kräftig

Im fünften Jahr in Folge erfreut der Schweizer Luxusgüterhersteller Richemont seine Aktionäre mit einer Dividendenerhöhung. Konzernchef Rupert nimmt sich eine einjährige Auszeit.

Eine Luxus-Uhr des Herstellers Richemont. AFP

Eine Luxus-Uhr des Herstellers Richemont.

ZürichDer Chef des Luxusgüterkonzerns Richemont nimmt eine einjährige Auszeit. Auch den Aktionären gönnt der Südafrikaner Johan Rupert etwas: Die Dividende für das im März beendete Geschäftsjahr steigt um 80 Prozent auf einen Franken, wie der in der Schweiz ansässige Konzern mit südafrikanischen Wurzeln am Donnerstag mitteilte.

Seinen Gewinn steigerte der Hersteller von Cartier-Schmuck und Luxusuhren der Marken Jaeger-LeCoultre und IWC wie bereits Ende April mitgeteilt um 30 Prozent auf gut zwei Milliarden Euro. Ein Teil des Anstiegs war auf die Währungsentwicklung zurückzuführen. Im Jahr davor nagte der starke Franken am Gewinn. Der Umsatz wuchs wechselkursbereinigt um neun Prozent auf 10,15 Milliarden Euro.

"Ich denke, nach 25 Jahren habe ich mir eine Auszeit verdient", sagte Rupert. Er wolle stärker über seine Zeit verfügen können. Ganz von dem Unternehmen verabschieden wie etwa ABB -Chef Joe Hogan oder Unilever -Chef Peter Voser, die beide Mitte 50 sind, will sich der 62-Jährige nicht. Nach der Auszeit, die im September nach der Richemont-Generalversammlung beginnt, werde er auf seinen Posten als Präsident zurückkehren, sagte Rupert. "Vielleicht schon früher, wenn ich mich langweile". Rupert lebt in Südafrika, als Hauptaktionär kontrolliert er den in seiner heutigen Form 1988 entstandenen Konzern ohnehin.

Den Managern, die in seiner Abwesenheit die Geschäfte führen, hinterlässt Rupert eine gut bestelltes Haus. Trotz einer langsameren Entwicklung im größten Markt Asien wuchsen die Verkäufe im April mit zwölf Prozent erheblich stärker als Analysten erwartet hatten. Auch das Wachstum in Asien kam wieder in Fahrt. Im Weihnachtsquartal hatten die Verkäufe in Asien noch stagniert. In China sind teure Uhren als Geschenk unter Geschäftsfreunden zunehmend verpönt. Dafür kauften Japaner mehr Luxusuhren und manche Chinesen bedienen sich auf Reisen in Europa, wo der Umsatz im vergangenen Jahr um 14 Prozent zunahm. Insgesamt bestehe für das laufende Jahr Grund zu Optimismus, erklärte der Konzern, der sich traditionell mit Geschäftsprognosen zurückhält.

Die Richemont-Aktie legte fünf Prozent auf knapp 87 Franken zu. Die Anteilsscheine gewannen im vergangenen Jahr 50 Prozent, dieses Jahr hinkt der Aktienkurs wegen Sorgen über die konjunkturelle Entwicklung in China mit einem Plus von 16 Prozent dem Markt hinterher. Analysten begrüßten die Dividendenerhöhung. Die Divendenrendite sei allerdings mit 1,2 Prozent immer noch vergleichsweise niedrig sei, erklärte Sarasin-Analyst David Kägi. ZKB-Analyst Patrik Schwendimann rechnet für das Geschäftsjahr 2013/14 mit einem Umsatzwachstum von etwa sechs Prozent.

Von

rtr

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