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08.01.2016

15:16 Uhr

Luxusyachten auf der Boot 2016

Viel Platz an Bord – auch für Beachclub und Sauna

VonRegine Palm

Bald öffnet die weltgrößte Boot- und Wassersportmesse ihre Tore. Auf der Boot 2016 präsentieren sich Luxusyachten den Besuchern. Schiffe wie die Princess und die Explorer sind Unikate – und millionenschwer.

Ganze 120 Tonnen schwer. dpa

Luxusyacht Yacht Princess 30M

Ganze 120 Tonnen schwer.

DüsseldorfGroßer Auftritt am Rhein: Bei strahlendem Sonnenschein erreichten zwei hochkarätige Teilnehmer der Messe Boot am Wochenende Düsseldorf. Die beiden Luxusyachten Princess und Explorer wurden von einem großen Gefolge begleitet. Insgesamt sieben Schiffe reisten in vier Tagen von Rotterdam den Rhein hinunter bis nach Düsseldorf.

Die Besonderheit: Sie selbst berührten kein Wasser sondern schwammen auf einem Ponton aus zwei Schwimmbrücken, den die beiden Schubschiffe Catherina 10 und 11 bewegten. Die Armada war 65 Meter lang, 11,40 breit und hatte eine Seitenhöhe von 3,50 Metern.

Der Star der illustren Reisegruppe war die 30 Meter lange Luxusyacht aus der Princess-Werft. Ganze 120 Tonnen schwer ist die Prinzessin, die selbst über zwei MTU Dieselaggregate von jeweils 1948 PS verfügt und damit 24 Knoten - umgerechnet 44,44 Stundenkilometer - schafft. Betuchte Kunden können nach Angaben des Unternehmens auch die Variante mit zweimal 2637 PS wählen; damit wird eine Spitzengeschwindigkeit von 27 Knoten oder 50 Stundenkilometern erreicht. Im Innern glänzt die Prinzessin unter anderem mit einem ausklappbaren Balkon und modernster Badausstattung.

Ihre Begleitung, die Explorer 24 der deutschen Drettmann Werft, braucht sich daneben nicht verstecken. Sie kommt auf 24 Meter und feiert ihre Weltpremiere auf der „Boot 2016“. Neuartig sind nach Angaben des Bremer Familienunternehmens Drettmann die Trennung von Diesel- und Elektromotoren. Dadurch gebe es im Wohnbereich der Yacht mehr Platz, so dass sogar ein Beachclub mit Lounge und Sauna direkt an der Badeplattform Platz finde. „Der Unterhalt wird zudem deutlich günstiger“, unterstrich Manager Albert Drettmann gegenüber dem Handelsblatt.

Die Forscherin aus Bremen ist mit 175 Tonnen ebenfalls kein Leichtgewicht. Ein Grund, warum die beiden Yachten über den sogenannten Nato-Anleger ins Düsseldorfer Messegelände transportiert wurden. Denn Messekran „Big Willi“, der üblicherweise die Schiffe vom Wasser in die Hallen befördert, ist für solche Superyachten nicht stark genug. Der Begriff Nato-Anleger ist übrigens ein Relikt des kalten Krieges. Wären die Düsseldorfer Rheinbrücken bombardiert worden, hätte hier mit relativ wenig Aufwand eine Behelfsbrücke gebaut werden können.

Die Düsseldorfer Messe, die Veranstalterin der „Boot 2016“, hat sich damit nach Aussagen von Projektchef Goetz-Ulf Jungmichel erfolgreich einer besonderen Herausforderungen gestellt und die wertvolle Fracht sicher an Land gebracht.

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