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23.04.2014

16:47 Uhr

Machtkampf

Minderheitseigner sucht Media-Saturn-Chef

Seit Jahren ringen Erich Kellerhals und der Metro-Vorstand um die Macht bei Europas größter Elektrohandelskette. Nun geht der Kampf in eine neue Runde: Der Minderheitseigner sucht einen neuen Chef für Media-Saturn.

Der Machtkampf bei Europas größtem Elektrofachhändler Media-Saturn belastete die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens. dpa

Der Machtkampf bei Europas größtem Elektrofachhändler Media-Saturn belastete die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens.

DüsseldorfDer Machtkampf zwischen dem Handelsriesen Metro und dem Media-Saturn-Minderheitseigner Erich Kellerhals geht in eine neue Runde. Kellerhals sucht auf seiner Internetseite nach einem Nachfolger für Media-Saturn-Chef Horst Norberg. Dieser scheide demnächst aus und gehe in den Ruhestand. Zum Anforderungsprofil heißt es unter anderem: „Wer Angst vor Kontrollverlust hat, ist die falsche Führungsperson für ein dezentral gesteuertes Unternehmen.“ Gesucht sei ein Mannschaftsspieler. Die Metro wollte sich am Mittwoch dazu nicht äußern, da Norberg noch einen Vertrag bis Ende 2015 habe.

Kellerhals und der Metro-Vorstand ringen seit Jahren um die Macht bei Europas größter Elektrohandelskette. Umstritten war zwischen beiden Seiten unter anderem die Expansionsstrategie der Kette und die Aufstellung des Online-Geschäfts. Der Zwist beschäftigt auch die Gerichte. Denn Media-Saturn-Gründer Kellerhals hat trotz seiner Beteiligung von nur noch rund 22 Prozent umfassende Veto-Rechte.

Die Entscheidung über den Chefposten bei Media-Saturn könnten die Metro und Kellerhals' Gesellschaft Convergenta nur gemeinsam treffen, hieß es auf der Internetseite. Zugleich klangen Zweifel an, ob sich dieser in den Reihen der Metro finden lasse. „Die Metro AG ist zentral organisiert.“ Ein zukünftiger Chef solle Erfahrungen mit zentralen und dezentralen Organisationen einbringen können. Bei der Metro AG gebe es nur wenige Mitarbeiter, die über entsprechende Erfahrungen verfügten.

Von

rtr

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