Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.05.2011

10:41 Uhr

Mang Medical One AG

Das Geschäft mit der Schönheit

VonMaike Telgheder

Straffer Bauch, glatte Haut - immer mehr Deutsche lassen Schönheitsoperationen über sich ergehen. Das wollen ein Ex-Metro-Chef und der Schönheitschirurg Mang nutzen und mit ihrer Klinikgruppe aus den roten Zahlen.

Models in Zeitschrift: So wollen viele aussehen. Quelle: gms

Models in Zeitschrift: So wollen viele aussehen.

FrankfurtTränensäcke entfernen, Brüste vergrößern, Haare implantieren: Schönheitsoperationen werden immer beliebter – auch in Deutschland. Ein Selbstläufer ist das Geschäft deswegen aber noch lange nicht. Das haben auch Ex-Metro-Chef Erwin Conradi und der prominente Schönheitschirurg Werner Mang mit ihrer 2007 gegründeten Klinikgruppe Mang Medical One AG (MMO AG) zu spüren bekommen.

Nach vier harten Jahren Restrukturierung und Neuausrichtung sollen die Kliniken der Mang Medical One AG nun endlich aus den roten Zahlen kommen: „Wir wollen mit der Mang Medical One AG in diesem Jahr operativ die schwarze Null erreichen“, sagte Vorstandsmitglied Philipp Morsbach im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Der Volkswirt hat die Restrukturierung des Unternehmens maßgeblich gesteuert: Standorte wurden aufgegeben und teure Werbekampagnen gestrichen – auf der anderen Seite das Leistungsangebot ausgebaut. Vorbild war die florierende Bodenseeklinik von Schönheitschirurg und TV-Gesicht Werner Mang.

Mang wird als Marke im Markt für Schönheitschirurgie ausgebaut

Die Klinikgruppe Mang Medical One entstand vor vier Jahren aus der Fusion der Bodenseeklinik mit den verlustbringenden Medical-One-Kliniken des einstigen Metro-Chefs Erwin Conradi. Ziel war es, das Erfolgsmodell von Mangs Bodenseeklinik auf die Häuser von Conradi zu übertragen und den Namen Mang als Marke im Markt für Schönheitschirurgie weiter auszubauen. Dass die Holding schwarze Zahlen schreibt, lag bisher an der Bodenseeklinik. Der Gewinn aus dem Haus in Lindau machte die Verluste der Mang Medical One AG immer mehr als wett. Künftig sollen auch die übrigen sieben Häuser und zehn Praxisstandorte zum Gewinn von Deutschlands Schönheitschirurgie-Kette beitragen.

Mang, Conradi und Morsbach haben sich dabei ehrgeizige Wachstumsziele gesetzt. Der Umsatz der Holding, die im vergangenen Jahr um ein Drittel auf 28,4 Millionen Euro zulegte, soll bis 2013 auf 50 Millionen Euro klettern – und damit in den nächsten beiden Jahren um jeweils 20 Prozent. Die Umsatzrendite, die 2010 mit rund vier Millionen Euro noch bei 15 Prozent lag, soll 2013 die Marke von 25 Prozent erreichen, so Morsbach.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×