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05.08.2014

18:25 Uhr

Mangelhafte Sicherheitseinweisung

Launiger Air Berlin Stewart geht freiwillig

Er gab die Sicherheitsinstruktionen auf unkonventionelle Weise und ersparte den Passagieren die übliche trockene Prozedur vor Flugstart. Doch der Humor eines Air Berlin Stewarts kam nach Ansicht der Airline unpassend.

Er wollte doch nur unterhalten: Air Berlin Flugbegleiter Bern Löwisch nahm es mit den Vorgaben für die Sicherheitsinstruktionen in diesem Fall nicht ganz so genau.

Er wollte doch nur unterhalten: Air Berlin Flugbegleiter Bern Löwisch nahm es mit den Vorgaben für die Sicherheitsinstruktionen in diesem Fall nicht ganz so genau.

Nürnberg/ BerlinEr hatte mit seinen launigen Sicherheitsansagen viele Fluggäste erheitert, ein Video auf Youtube wurde mehr als eine Million Mal angeklickt - aus angeblichem Ärger mit seinen Chefs hat ein Air Berlin-Flugbegleiter jetzt das Handtuch geworfen. Auf Facebook teilte der Mann mit, dass er den Entschluss gefasst habe „zu gehen“.

Eine Sprecherin der Air Berlin teilte am Dienstag mit, dass der Flugbegleiter „auf eigenen Wunsch das Unternehmen verlassen hat“. Dessen Facebook-Hinweis, Air Berlin habe ihn nach einem Gespräch ungeachtet der vielen positiven Fluggast-Reaktionen auf seine Ansagen abgemahnt, wollte die Sprecherin nicht kommentieren.

Ein wohl von einem Fluggast aufgenommenes Video zeigt den Mann, wie er bei einem Flug nach Nürnberg die Passagiere „an Bord der leidenschaftlichen Vollblut-Kanadierin“ (Flugzeug eines kanadischen Herstellers) begrüßt und die Sicherheitseinweisung seiner Stewardessen-Kollegin als „Tanzeinlage“ bezeichnet. Auf die Notausgänge verwies er mit den Worten: „Sollte der Flug nicht Ihrem Standard entsprechen, haben sie vier Möglichkeiten, die Maschine fluchtartig zu verlassen.“

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Eine witzige Sicherheitsansage machte ihn berühmt: Ein Video mit einem Flugbegleiter von Air Berlin ist bei Youtube der Hit. Die kriselnde Fluggesellschaft zeigt sich wenig begeistert – und erntet im Netz viel Kritik.

Die Air-Berlin-Sprecherin betonte am Dienstag: „Wir sind nicht humorlos. Aber bei den Sicherheitsinstruktionen geht es um ein bestimmtes Reglement, um Mindeststandards. Da hat es an Ernsthaftigkeit gemangelt.“ Das könne im Notfall zu Missverständnissen führen. „Sicherheit steht bei uns an erster Stelle.“ Bei den Ansagen seien die Flugbegleiter an ein Betriebshandbuch mit entsprechenden Vorgaben des Luftfahrtbundesamtes gebunden.

Von

dpa

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