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19.11.2012

19:25 Uhr

Manipulierte Testprodukte

Dreiste Tricksereien bei Warentests

Aus Angst vor schlechten Bewertungen durch Stiftung Warentest manipulieren einige Unternehmen offenbar vor den Prüfungen gezielt ihre Produkte. Allerdings nur, um danach wieder die alte Rezeptur zu verwenden.

Die Zentrale der Stiftung Warentest: Auch ein Fall aus der Getränkebranche ist bekannt geworden. dapd

Die Zentrale der Stiftung Warentest: Auch ein Fall aus der Getränkebranche ist bekannt geworden.

BerlinHersteller von Wasch- und Lebensmitteln sollen in der Vergangenheit mehrfach getrickst haben, um Bewertungen bei der Stiftung Warentest zu manipulieren. Offenbar schraubten mehrere Firmen gezielt an der Zusammensetzung ihrer Produkte, weil sie vorab von einem Test erfuhren. Ein solches Vorgehen sei eine fortlaufende Erfahrung der Stiftung, sagte ihr Leiter der Untersuchungsabteilung, Holger Brackemann, am Montag der Nachrichtenagentur dapd.

Damit bestätigte Brackemann Informationen, die aus einer Anfrage der Internetplattform populeaks.org hervorgingen. Auch Verbraucherschützer bestätigten, dass Unternehmen zunehmend feinfühlig bei öffentlicher Kritik seien. Die Verbraucherzentrale forderte mehr Folgetests, die derartigen Schwindel aufdecken.

Die Sprecherin der Stiftung Warentest, Heike van Laak, berichtete der Plattform populeaks.org von Produktveränderungen bei Waschmitteln. Dadurch wollten die Hersteller anscheinend besser abschneiden: "Nach der Testveröffentlichung ist dann wieder zur alten Rezeptur zurückgekehrt worden", schrieb van Laak.

Brackemann ergänzte, dass den Profi-Testern auch ein Fall aus der Branche der Getränkehersteller bekannt geworden sei: "Vor einem unserer Orangensafttests war in der Branche Unruhe." Daraufhin habe die Stiftung ihre Arbeitsabläufe verändert. Seitdem werde im Kuratorium, das den Test unterstütze, nur noch etwa von einem "Test von Säften" gesprochen - ohne das genaue Segment zu benennen.

Offenbar seien über Sachverständige aus diesen Gremien Informationen an die Hersteller gedrungen, sagte Brackemann und erläuterte: "Es gibt ein sehr hohes Interesse der Wirtschaft, von unseren Tests vorab zu erfahren." Aus der jüngsten Vergangenheit gebe es keine Erkenntnisse über gezielte Veränderungen.

Kommentare (12)

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URANium

19.11.2012, 20:15 Uhr

Wo bleibt da das Verbraucherschutzministerium mit Ilse Aigner, CSU?

STILLE, nichts als Stille aus dem Ministerium !

Was muss passieren, dass man von der Existenz dieses Ministeriums erfährt?

Das Verbraucherschutzministerium scheint es nicht zu geben. Frau Aigner scheint mit ihrer Aufgabe, der Leitung des Ministeriums überfordert zu sein. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass zu ihrem Ressort noch Landwirtschaft und Ernährung gehören.

Auch Landwirtschaft scheint nicht wirklich gut besetzt zu sein. Mineralische Phosphatdüngung, wie sie im Baustoffhandel zu erwerben sind, enthalten URAN. Es kommt somit zu einer Anreicherung des toxischen und radioaktiven Metalls URAN im Boden und damit in der Nahrungskette.

Warum werden Verbraucher und Landwirte nicht aufgeklärt, dass über die Phosphatdüngung im Garten und auf dem Acker der Boden mit URAN kontaminiert wird? Gibt es eine Kennzeichnung oder einen Hinweis hierzu? NEIN!

Landwirte wissen es nicht und der Gartenfreund auch nicht. Selbst Volldünger für den Rasen dürfte kontaminiert sein.

ABER das Verbraucherschutzministerium weiß, das der Dünger radioaktiv belastet ist!

Wozu gibt es also das Verbraucherschutzministerium, wenn es ohnehin seinem Auftrag nicht nachkommt?

vandale

19.11.2012, 22:35 Uhr

Phosphate enthalten ca. 30 - 40g Uran/to. Sie enthalten auch die weitaus radioaktiveren Zerfallsprodukte. In der Vergangenheit hatte man Uran aus Phosphaten gewonnen und genutzt. Allerdings ist die Extraktion bei diesen Konzentrationen z.Zt. unwirtschaftlich. Auch Kalium ist etwas radioaktiv, d.h. Kalidünger ist etwas radioaktiv und viele andere Elemente. Viele Lebensmittel strahlen in D so sehr, dass deren Verzehr in Japan, Grenzwert 100 Bq/Kg, verboten wäre und eine riesige Meldung "Lebensmittel verstrahlt" auslösen würden, s. Meldung im HB über "verstrahlten Fisch". Ihr Körper strahlt vermutlich mit ca. 10000 Bq. und einem japanischen Kannibalen wäre dessen Verzehr verboten.

Abseits ökoreligiöser Glaubenssätze lassen sich statistisch keine Unterschiede in der Krebshäufigkeit feststellen, ob Sie der sehr geringen natürlichen radioaktiven Belastung in Japan, der Deutschen Tiefebene ausgesetzt sind, oder ob Sie im Schwarzwald, oder Teilen Brasiliens, Indiens, oder des Irans wohnen wo die natürliche Radioaktivität höher ist als rund um Tschernobyl.

Andere Lebensrisiken wie Rauchen, Motorrad fahren, Stress sind dominant. Vermutlich könnten Sie Ihre Lebenserwartung durch etwas weniger Strahlenpanik erhöhen.

Vandale

Account gelöscht!

20.11.2012, 09:08 Uhr

Das ist aber nun wirklich nichts Neues.

Schlage vor bei den Produkttests noch ein paar Parameter einzuführen wie zum Beispiel Nachhaltigkeit, Wiederverwertbarkeit und ob für die Herstellung der Produkte Sozialabgaben bezahlt wurden, und wieviel Menschen dafür sterben, krank und arbeitsunfähig werden mußten, egal wo auf der Welt.

Diesen Werbe-Pseudomist messe ich schon lange keine Bedeutung mehr zu.

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