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15.08.2011

11:51 Uhr

Marktforscher

GfK meldet Gewinnsprung im zweiten Quartal

Deutschlands größter Marktforscher GfK konnte den Gewinn um satte 40 Prozent steigern. Das Institut hat damit die Erwartungen der Analysten übertroffen.

Der Hauptsitz der GfK in Nürnberg. Quelle: dpa

Der Hauptsitz der GfK in Nürnberg.

MünchenDeutschlands größter Marktforscher GfK hat auch im zweiten Quartal 2011 von der guten Konjunktur profitiert und sein Ergebnis deutlich gesteigert. Der Nettogewinn erhöhte sich von April bis Juni um 40 Prozent auf 30,7 Millionen Euro, wie der Nürnberger Konzern am Montag mitteilte. Der Umsatz kletterte um 6,4 Prozent auf knapp 350 Millionen Euro. Damit übertraf die GfK die Erwartungen der Analysten. An der Börse lag die Aktie des SDax-Unternehmens am Vormittag fast fünf Prozent im Plus.

Anzeichen für eine baldige Abkühlung der Konjunktur in weiten Teilen der Welt verspürt die GfK - bekannt für ihren monatlichen Konsumklima-Index und die Erhebung der TV-Einschaltquoten - nicht. Ob die Einbrüche an den Börsen Auswirkungen auf die Unternehmen hätten, lasse sich derzeit nur schwer vorhersagen. Der scheidende Vorstandschef Klaus Wübbenhorst bekräftigte deshalb die Prognose: Im Gesamtjahr 2011 soll der Konzern auf ein organisches Umsatzplus von fünf bis sechs Prozent sowie eine Marge von mindestens 14,3 Prozent, dem Vorjahresniveau, kommen.

Im ersten Halbjahr betrug der Umsatzzuwachs ohne Übernahmen acht Prozent. Üblicherweise entwickeln sich Umsatz und Ergebnis in der zweiten Jahreshälfte besser als in der ersten. Ende Juli waren bereits fast 85 Prozent der erwarteten Erlöse für dieses Jahr im Auftragsbuch enthalten. Die Marge - das operative Ergebnis im Verhältnis zum Umsatz - lag nach den ersten sechs Monaten allerdings erst bei knapp 13 Prozent. Bis 2015 will die GfK Erlöse in Höhe von rund zwei Milliarden Euro und eine Rendite von 16 Prozent erzielen.

Wie das Unternehmen weiter mitteilte, kaufte die GfK Ende vergangener Woche 25 Prozent an der US-Firma Media Behavior Institute (MBI) - und hält jetzt einen ebenso großen Anteil wie der amerikanische Branchenprimus Nielsen. Das in New York ansässige Unternehmen MBI wird den Angaben zufolge 2000 Amerikaner mit Smartphones mit speziellem App ausstatten, um so die gesamte Mediennutzung der Konsumenten im Halbstundentakt zu erfassen und diese Daten mit Informationen zu Lebensgewohnheiten wie Standort oder Aktivität zu verbinden.

Von

rtr

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