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25.04.2015

11:44 Uhr

Marktforscher zu Fernbussen

Fahrkarten werden stetig teurer

Daran hätte man sich gewöhnen können: Immer mehr Verbindungen und immer günstigere Preise im Fernbus. Jetzt deutet sich aber eine Trendwende an. Schon bald könnten sich die Preise für die Fernbus-Fahrt verdoppeln.

Ein Reisender steht zwischen Bussen des Fernbusanbieters FlixBus und Meinfernbus am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in München: Die Ticket für die Busfahren werden teurer. dpa

Fernbusmarkt

Ein Reisender steht zwischen Bussen des Fernbusanbieters FlixBus und Meinfernbus am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in München: Die Ticket für die Busfahren werden teurer.

BerlinDie Zeiten immer niedrigerer Fahrpreise für Fernbuskunden scheinen vorerst vorbei zu sein. Nach Kampfpreisen und einem Machtkampf auf dem neuen Markt gibt es erste Anzeichen für eine Normalisierung.

Die Sparpreise verteuerten sich von Januar bis April durchschnittlich um elf Prozent, wie aus Zahlen des Berliner Marktforschungsinstituts IGES hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Die Normalpreise blieben dagegen weitgehend stabil.

„Die Tendenz zu höheren Preisen überrascht nicht“, sagte IGES-Geschäftsführer Christoph Gipp. Der Fernbusmarkt konsolidiere sich, für die Branche sei das existenziell. Seit der Liberalisierung Anfang 2013 waren zahlreiche neue Anbieter auf den Markt gedrängt, verbanden zuerst die großen Städte und boten dann immer neue Linien bis in die Mittelzentren an.

Fernbusse zählten im vergangenen Jahr 17 bis 19 Millionen Fahrgäste, wie aus vorläufigen Schätzungen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht - doppelt so viele wie im Vorjahr.

Neue Linien kamen in den vergangenen Monaten aber kaum hinzu, auch die Zahl der Fahrten stagnierte. Das Institut zählte im April 264 Verbindungen in Deutschland. Das waren nur 3 mehr als im Januar, aber 95 mehr als vor einem Jahr. Jedoch haben sowohl der Marktführer MeinFernbus/Flixbus als auch die Deutsche Bahn und der Postbus angekündigt, ihr jeweiliges Netz auszuweiten.

„Das Linienwachstum ist nicht ausgereizt“, ist auch Gipp sicher. Vor Kurzem erst war das britische Unternehmen Megabus mit Tiefpreisen in den Markt eingestiegen.

Solche Billigticket-Aktionen änderten aber nichts am allgemeinen Trend zu höheren Preisen, heißt es bei IGES. Dort spricht am vom üblichen Markteintrittsverhalten. Seit Monaten rechnen auch Verbraucherschützer mit einem Ende der ganz tiefen Schnäppchenpreise.

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