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06.07.2016

07:50 Uhr

Marktplätze bei Amazon und Ebay

Tausenden Onlinehändlern droht die Insolvenz

VonFlorian Kolf

Eine Studie enthüllt alarmierende Zahlen: Weil viele Hersteller und Markeninhaber den Verkauf ihrer Produkte übers Netz behindern, kämpfen kleine Händler um ihre Existenz und müssen Mitarbeiter entlassen.

Viele Onlinehändler beklagen sich, dass Adidas und Nike den Vertrieb ihrer Produkte über das Netz behinderten. dpa

Lieber im Geschäft

Viele Onlinehändler beklagen sich, dass Adidas und Nike den Vertrieb ihrer Produkte über das Netz behinderten.

DüsseldorfTausende Onlinehändler sehen sich durch Vertriebsbeschränkungen von Herstellern und Markeninhabern in ihrer Existenz bedroht. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes Onlinehandel (BVOH) unter mehr als 7000 Händlern in Europa. „Gerade viele kleine und mittelständische Onlinehändler stehen vor der Insolvenz“, sagte BVOH-Präsident Oliver Prothmann dem Handelsblatt.

Nach Angaben der befragten Händler behindern oder untersagen in Europa fast 2000 Hersteller und Markeninhaber den Vertrieb ihrer Produkte über das Internet. So verbiete fast ein Drittel dieser Marken den Verkauf über Marktplätze wie Amazon oder Ebay. „Der Schaden dieser Beschränkungen für Händler, aber auch für Verbraucher beträgt Jahr für Jahr Milliarden Euro“, so Prothmann.

Wie man Schnäppchen im Internet findet

Sparmöglichkeiten miteinander kombinieren

Wer Sparangebote, Cash-Back und Gutscheine clever miteinander kombiniert, kann einen hohen Spareffekt erzielen. Wer viel online einkauft, sollte sich überlegen, ein Paypal-Konto oder eine Kreditkarte zuzulegen. Auch darüber lassen sich zusätzliche Bonus-Punkte sammeln.

Gutscheine nutzen

Außer den großen Handelsplattformen bieten Tipps für Schnäppchen insbesondere die spezialisierten Seiten. Gutscheine und Rabattangebote findet man unter anderem auf:

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Den Preisverfall für sich nutzen

Geduld zahlt sich aus. Elektro-Artikel wie Smartphones und Tablets kosten schon wenige Wochen nach ihrer Neuerscheinung deutlich weniger.

Antizyklisch einkaufen

Ein Wintermantel im Sommer? Eine Badehose oder ein Bikini im Winter? Warum nicht. Kaufen Sie antizyklisch, also entgegen der laufenden Saison. Wer nicht unbedingt, die aktuellsten modischen Trends braucht, kann damit viel sparen.

Laufende Verträge kündigen

Ob Handy oder Strom- und Gasanbieter – manchmal kann es sich lohnen, laufende Verträge zu kündigen, um zu einem anderen Anbieter zu wechseln. Der Grund: Konkurrenten ködern Neukunden zuweilen mit Sonderkonditionen und Prämien.

Fast jeder zweite Onlinehändler beklagt sich über Umsatzverluste durch Herstellerbeschränkungen. Allein in Deutschland macht rund ein Fünftel der Onlinehändler nach eigenen Angaben aufgrund dieser Beschränkungen einen jährlichen Verlust von mehr als 25 Prozent. Nach Hochrechnungen des BVOH aus den Umfragedaten mussten bereits mehr als 10.000 Händler deswegen Mitarbeiter entlassen.

Große Bedenken gegen Beschränkungen des Onlinehandels hat auch das Bundeskartellamt, das im Jahr 2014 ein Pilotverfahren gegen Adidas und Nike angestrengt hat. Denn nach Ansicht der Wettbewerbshüter dienen die Beschränkungen häufig der Preiskontrolle und können damit wettbewerbswidrig sein. Adidas gab daraufhin nach und lockerte seine Vertriebsbeschränkungen.

Es sind immer wieder die gleichen Unternehmen, die mit Beschränkungen des Onlinevertriebs auffallen. So nannten die befragten Onlinehändler am häufigsten die Hersteller Nike, Adidas, Fossil und Deuter. Auch der Hersteller von Haustierzubehör, Trixi, wurde oft genannt, wenn es um die Behinderung des Internethandels geht.

Kommentare (27)

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Herr Nehal Devanowitch

06.07.2016, 08:49 Uhr

Ich sehe im onlinehandel die absolute Zukunft und aktuell die Chance da einzusteigen. Wenn es die großen verpennen haben sie pech gehabt. So war das bisher bei jedem Trend der Marktverändernd ist.

In unseren Unternehmen sind wir auf den Fachhandel im Internet spezialisiert und haben extrem gute Erfahrungen gemacht.

Unser Unternehmen wächst in einem 3 stelligen Bereich.

Herr Renatus Isenberg

06.07.2016, 08:59 Uhr

Gott sei Dank behindern noch einige Firmen den Online Handel. Das Internet hat die Hauptschuld an der Verödung der Städte, der Verarmung weiter Bevölkerungsschichten, der Austrocknung von einst gut gehenden Geschäftsketten. Abgesehen von den katastrophalen Auswirkungen in Netzwerken, wo der Terror und der Populismus massiv unterstützt werden, wird die gesamte klassische Verkaufsstruktur vernichtet. Aufgrund der Monopolstellung der USA im Internet Gebrauch wird es noch lange dauern , bis das Internet so weit kontrolliert und zensiert wird, wie es schon immer mit Kommenateren und Artikeln in Zeitungen der Fall ist. Leider müssen diktatorische Staatssysteme Modell stehen, aber das hat sich das Internet selbst zuzuschreiben, dass jedermann und jedes Kind an die schrecklichsten DInge ungehindert herankommt, Drogen und Verbrechen über Internet angebahnt werden und das globale Ladengeschäftssystem vom Untergang bedroht ist, und damit hunderte Millionen Existenzen.

Account gelöscht!

06.07.2016, 09:10 Uhr

Die Hersteller und Markeninhaber haben auch eine Verpflichtung dem Einzelhändler gegenüber. Außerdem lässt sich das Produkt über den Einzelhandel "Intensiv erlebbarer" an den Kunden vermarkten. Und dies geht halt nicht über das Internet.
Die intensive Erfahrungs- Verkaufs- Marketing- Show wird immer im "Realen Leben" also über die Einzelhändler ,Großhändler gelingen können. Und darauf wollen und können die Hersteller und Markeninhaber auch nicht verzichten.

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