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02.04.2015

13:37 Uhr

McDonald's

Burgerriese erhöht Gehälter

Der Fast-Food-Konzern McDonald's hebt die Gehälter an – doch längst nicht alle Mitarbeiter profitieren. Die Entscheidung folgt auf Lohnerhöhungen anderer Großkonzerne wie Walmart und eine Protest- und Streikwelle.

Die US-Mitarbeiter der Fast-Food-Kette McDonald's erhalten demnächst mehr Lohn. Auch Fortbildungsmaßnahmen sind geplant. dpa

Burgerriese erhöht Löhne in den USA

Die US-Mitarbeiter der Fast-Food-Kette McDonald's erhalten demnächst mehr Lohn. Auch Fortbildungsmaßnahmen sind geplant.

Oak BrooksEtwas mehr Geld für Angestellte von McDonald's: Der kriselnde Fast-Food-Konzern hat nach heftigen und anhaltenden Protesten gegen seine Niedriglöhne eine Gehaltserhöhung für Zehntausende Mitarbeiter in den USA beschlossen. Ab Juli werde die Einstiegsvergütung einen Dollar über dem Mindestlohn im jeweiligen US-Staat liegen, teilte McDonald's in der Nacht zum Donnerstag mit.

Bis Ende 2016 soll der durchschnittliche Stundenlohn von etwa neun auf mindestens zehn Dollar steigen. Zudem wolle der Konzern Angestellten künftig unter bestimmten Bedingungen bezahlte Auszeiten erlauben. Davon profitieren allerdings nur Mitarbeiter in den konzerneigenen Schnellrestaurants.

Da 90 Prozent der insgesamt über 14.300 US-Filialen von Franchise-Partnern betrieben werden, betrifft die Maßnahme nur etwa 90.000 von insgesamt rund 750.000 Angestellten. Die mehr als 3100 Franchise-Nehmer machten ihr eigenes Ding, wie McDonald's betonte. „Sie führen ihre individuellen Geschäfte und treffen ihre eigenen Entscheidungen beim Gehalt für ihre Mitarbeiter.“

Dafür gab es umgehend Kritik von der Washingtoner Denkfabrik Economic Policy Institute EPI, die sich für die Rechte von Geringverdienern einsetzt. „Wenn McDonald's sich wirklich um seine Arbeiter kümmern würde, sollte es seine Franchise-Partner ermuntern, die Löhne zu erhöhen, oder das selber in den Franchise-Verträgen vorschreiben“, teilte das EPI mit.

Zusätzlich zu Lohnerhöhungen und Urlaubsgeld plant der weltgrößte Fast-Food-Konzern auch Bildungsangebote. McDonald's will Angestellten beim Schulabschluss und auf dem Weg ans College zur Seite stehen und Englischkurse finanzieren, falls dies nicht die erste Sprache sei. Diese Angebote sollen auch für die Mitarbeiter der Franchise-Partner gelten.

Das Unternehmen steht wegen seiner Arbeitsbedingungen schon lange in der Kritik. Mitarbeiter protestieren und streiken regelmäßig für höhere Löhne. Nachdem die US-Arbeitslosenrate kräftig gesunken ist und zuletzt auch andere Großunternehmen aus dem Niedriglohnsektor - allen voran die Supermarktkette Walmart - die Gehälter erhöhten, wurde der Druck auf McDonald's immer größer.

Der Branchenkenner Mark Kalinowski vom Analysehaus Janney Montgomery Scott sagte der „New York Times“, ein McDonald's-Manager habe ihm kürzlich anvertraut, dass das Unternehmen die Löhne erhöhen müsse, um angesichts der verbesserten Lage auf dem Arbeitsmarkt überhaupt die Angestellten halten zu können.

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