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23.01.2013

16:58 Uhr

McDonald's wächst kaum

Auch ein Big Mac muss erstmal verkauft werden

Die Wachstumsschwäche der Sommermonate hat McDonald's überstanden. Im Weihnachtsquartal gelang aber nur ein leichtes Plus, dem die schwache Konjunktur in Europa nichts anhaben konnte – Neueröffnungen sei Dank.

Big Mac: Auch die Klassiker von McDonald's gehen nicht mehr so leicht über die Ladentheke. dpa

Big Mac: Auch die Klassiker von McDonald's gehen nicht mehr so leicht über die Ladentheke.

Oak BrookDer Schnellrestaurant-König McDonald's muss um seine Kunden kämpfen. Klassiker wie Big Macs oder Chicken McNuggets sind keine Selbstläufer mehr. Gründe sind die unsichere wirtschaftliche Lage und die harte Konkurrenz durch andere Fastfood-Ketten. Vor allem im Sommer lief das Geschäft mau; gegen Jahresende sah es wieder etwas besser aus.

Im Gesamtjahr konnte McDonald's den Umsatz schließlich noch um zwei Prozent auf 27,6 Milliarden Dollar hochschrauben (20,7 Milliarden Euro). Dagegen fiel der Gewinn wegen gestiegener Kosten um ein Prozent auf unterm Strich knapp 5,5 Milliarden Dollar, wie das US-Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Die wertvollsten Fast-Food-Marken

Methodik

Einmal jährlich berechnet das US-Marktforschungsinstitut Millward Brown den Markenwert der wertvollsten Fast-Food-Ketten der Welt. Handelsblatt Online zeigt, welche Marken besonders gut abschneiden. (Stand: Mai 2013)

Platz 10

Taco Bell - Markenwert: 1,99 Milliarden Dollar

Die berühmte Burrito-Kette verkauft ihre mexikanischen Spezialitäten vor allem in den USA. Zwei Millionen Kunden und 5800 Filialen machen die Möchtegern-Mexikaner zu dem Umsatztreibern des Fast-Food-Riesens Yum!-Brands.

Platz 9

Burger King - Markenwert: 2,44 Milliarden Dollar

Was die Größe betrifft sind die Erfinder des Whoppers der größte McDonalds-Konkurrent. Beim Markenwert spielt die Burgerkette trotz 12.700 Filialen in 73 Ländern weltweit aber in einer anderen Liga.

Platz 8

Panera - Markenwert: 3,03 Milliarden Dollar

Die Backshop-Kette ist neu in den Top 10. Dort gibt es Brötchen, aber auch kleine Speisen wie Suppen. Die Kette hat mehr als 1700 Filialen in den USA und Kanada.

Platz 7

Tim Hortons - Markenwert: 3,38 Milliarden Dollar

Durch rasantes Wachstum hat die kanadische Kette in ihrem Heimatland sogar McDonald's überholt. In den 3300 Filialen werden besonders Kaffee und Donuts verkauft.

Platz 6

Chipotle - Markenwert: 4,97 Milliarden Dollar

Burritos und Tacos sind die Klassiker bei der US-Kette, die mexikanisches Essen serviert. Das Unternehmen wurde vor 20 Jahren gegründet und gehörte zwischendurch ein paar Jahre zu McDonald's.

Platz 5

Pizza Hut - Markenwert: 6,01 Milliarden Dollar

Die 12.000 Filialen der weltgrößten Pizzakette gehören ebenfalls zum Yum!-Imperium. Statt mit der klassischen italienischen Pizza feiert die Kette vor allem mit Pan-Pizzen Erfolge, die in der Pfanne serviert werden.

Platz 4

Kentucky Fried Chicken (KFC) - Markenwert: 9,95 Milliarden Dollar

Noch heute lächelt KFC-Gründer Colonel Harland Sanders von jedem Eimer mit Hähnchenflügeln, der über die Ladentheke geht. Die Kette, die ebenfalls zu Yum! gehört, steht seit mehreren Jahren in der Kritik von Tierschützern.

Platz 3

Subway - Markenwert: 16,69 Milliarden Dollar

Während Subway in den USA als beliebter Franchisepartner gilt, gingen der Sandwich-Kette in Deutschland reihenweise die Franchisenehmer von der Stange. Im Markenwert werden die US-Brötchengeber aber nur von zwei Konzernen geschlagen.

Platz 2

Starbucks - Markenwert: 17,89 Milliarden Dollar

Die Zeit des rasanten Wachstums ist vorbei. Die US-Kaffeekette wächst, aber die Wirtschaftskrise hinterlässt ihre Spuren in der Bilanz. Im Markenwert ist trotzdem keine Kaffeekette besser – und Starbucks hat im Vorjahresvergleich stark zugelegt.

Platz 1

McDonald's - Markenwert: 90,26 Milliarden Dollar

Das goldene M, Heimat von Big Mac und Chicken McNuggets, ist beim Markenwert einsam an der Spitze. Mit 34.000 Filialen in 118 Ländern gibt es kaum einen Winkel der Welt, in dem der Fast-Food-Riese nicht aktiv ist.

Auch der Rivale Burger King musste zuletzt um die Kundschaft buhlen. Das Geschäft mit Whopper und Co. war im Spätsommer kaum von der Stelle gekommen. Burger-King-Chef Bernardo Hees hatte ähnlich wie sein McDonalds-Kollege Don Thompson von einer „herausfordernden globalen Wirtschaftslage“ gesprochen.

Zahlen für das Schlussquartal fehlen bei Burger King allerdings noch. Bei McDonald's liegen sie vor: Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf knapp 7,0 Milliarden Dollar (5,3 Milliarden Euro). Der Gewinn verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Prozent auf unterm Strich 1,4 Milliarden Dollar.

Rivalen im Fastfoodmarkt: Wer dem Burger-Brater auf den Fersen ist

Rivalen im Fastfoodmarkt

Wer dem Burger-Brater auf den Fersen ist

Seit McDonald’s nicht mehr nur auf Dickmacher á la Hamburger, Pommes und Big Mac, sondern auch auf kalorienärmere Kost setzt, läuft das Geschäft bestens. Darauf ausruhen kann sich der Konzern allerdings nicht.

Analysten hatten befürchtet, dass das Geschäft von McDonald's zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt schrumpfen könnte. Selbst in dem von der Schuldenkrise geplagten Europa verdiente die Fastfood-Kette letztlich aber mehr Geld. Die Aktie stieg im frühen New Yorker Handel leicht.

Das Wachstum zum Jahresende kam vor allem durch Neueröffnungen zustande. Wenn man nur diejenigen Filialen betrachtet, die seit mehr als einem Jahr bestehen, legte der McDonald's-Umsatz im Schlussquartal um denkbar knappe 0,1 Prozent zu. Im Gesamtjahr sah es etwas besser aus: Hier stiegen die sogenannten vergleichbaren Verkäufe um 3,1 Prozent, wobei McDonald's in den heimatlichen USA am stärksten zulegte. Danach folgte Europa vor Asien und Afrika. Neue Produkte wie Kaffee und Kuchen oder Salate hatten zu Jahresbeginn noch für deutliche Zuwächse gesorgt, dann flaute das Geschäft ab.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

23.01.2013, 17:25 Uhr

Ich denke man sollte froh sein, das sich die Kunden diesen Nahrungsmittelmüll weniger reinstopfen.

Herr_Mann

05.09.2013, 00:06 Uhr

Über Geschmack lässt sich nicht streiten.

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