Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.02.2017

11:55 Uhr

Media-Saturn-Gründer

Kellerhals prüft Klage gegen Metro-Aufspaltung

Der Machtkampf bei der Metro ist nicht vorbei: Media-Saturn-Gründer Erich Kellerhals bereitet eine mögliche Klage gegen die Aufspaltung des Konzerns vor – und könnte den Schritt damit verzögern.

Der Media-Saturn-Gründer Erich Kellerhals kämpft seit Jahren um seine Macht. Doch die Metro führt die Mehrheit der Media-Saturn-Anteile. dpa

Metro und Media-Saturn

Der Media-Saturn-Gründer Erich Kellerhals kämpft seit Jahren um seine Macht. Doch die Metro führt die Mehrheit der Media-Saturn-Anteile.

DüsseldorfMedia-Saturn Minderheitseigner Erich Kellerhals behält sich eine Klage gegen die Aufspaltung des Handelsriesen Metro vor. Kellerhals bereite eine Anfechtungsklage vor, sagte ein Sprecher seiner Investmentgesellschaft Convergenta am Dienstag. „Ob und wann eine Klage eingereicht wird, ist aber noch nicht entschieden“, betonte der Sprecher.

Die Aktionäre der Metro hatten sich bei einer Hauptversammlung am Montag für die Teilung des Konzerns ausgesprochen. Damit soll das Geschäft um die Cash&Carry-Großmärkte und die Supermarktkette Real abgespalten werden. Media-Saturn verbleibt bei der jetzigen Metro und wird Teil einer Holding mit dem Namen Ceconomy. Die Trennung soll im Sommer über die Bühne gehen, beide Gesellschaften sollen dann im MDax notiert werden.

Kellerhals liefert sich seit Jahren einen Machtkampf um das Sagen bei Media-Saturn mit dem Düsseldorfer Handelskonzern, der die Mehrheit der Media-Saturn-Anteile hält. „Wir kontrollieren dieses Unternehmen“, hatte Metro-Chef Olaf Koch mit Blick auf Media-Saturn bei der Hauptversammlung gesagt.

Seit einiger Zeit versucht der Investor Clemens Vedder, einen Lösung zwischen beiden Seiten zu vermitteln. Vedder wolle dies nach der Hauptversammlung fortsetzen, hatte ein Sprecher gesagt. Geht Kellerhals vor Gericht tatsächlich gegen die Aufspaltung vor, könnte er diese möglicherweise verzögern. Nach dem Beschluss der Hauptversammlung bleiben vier Wochen für Anfechtungsklagen.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×