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18.07.2013

15:53 Uhr

Medienbericht

Heuschrecken wollen Praktiker retten

Eine Gruppe von Hedgefonds hat sich über Anleihen bei Praktiker eingekauft und liebäugelt offenbar mit der Übernahme der insolventen Baumarktkette. Allerdings stellen sie eine Bedingung, was die Tochter Max Bahr angeht.

Neuer Eigentümer gesucht: Die insolvente Baumarkt-Kette Praktiker weckt angeblich bei Hedgefonds Interesse. dpa

Neuer Eigentümer gesucht: Die insolvente Baumarkt-Kette Praktiker weckt angeblich bei Hedgefonds Interesse.

Hamburg/Düsseldorf Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters haben die umgangssprachlich auch „Heuschrecken“ genannten Hedgefonds sich in die 250 Millionen Euro schwere Praktiker-Anleihe eingekauft und wollen diese nun in Aktien umtauschen. Die ursprünglich mit knapp sechs Prozent verzinste Anleihe werde seit der Insolvenz nicht mehr bedient, sagte Ingo Scholz, Vertreter der Anleihegläubiger.

„Zurzeit formiert sich eine Gruppe von vier bis fünf Investoren, die einen Tausch von Schulden in Eigenkapital initiieren wollen“, erklärte Scholz gegenüber der Agentur Reuters. „Sie sind bereit, das Unternehmen aus der Krise zu führen“.

Bedingung für die potenziellen Investoren sei aber, dass die Banken die profitable Baumarkt-Tochter Max Bahr nicht separat verkaufen. Die nicht insolvente Max Bahr war Teil der Praktiker-Gruppe und vor der Insolvenz an die Banken verpfändet worden.

„Wir wollen erreichen, dass Max Bahr in der Gruppe bleibt und nicht von den Gläubigern verwertet wird“, sagte Scholz. „Das liegt im Interesse aller und ist allemal besser, als jetzt - zum ungünstigsten Zeitpunkt - zu verkaufen.“ Das Unternehmen soll nach den Vorstellungen der Hedgefonds mit rund 200 Märkten unter dem Namen Max Bahr weitergeführt werden: „Die Marke Praktiker ist verbrannt.“

Kommentare (3)

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ratlos

18.07.2013, 17:13 Uhr

Edward Snowden – Held oder Verräter. Ein interessanter Artikel zu diesem Thema von Heiko Schrang: Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Investor

18.07.2013, 17:20 Uhr

Da bin ich mal gespannt...Das ist ja zu durchsichtig. Alles übernehmen, dann Schulden auf Kosten von Max Bahr machen. Dann, sagen wir mal nach 1-2 Jahren, geht die Kette wundersam doch in die Insolvenz, dann sind aber alle pleite, auch Max Bahr.
Achso, nein doch nicht...die Hedgefonds ziehen mit 8-9% Rendite weiter.
Traurig...wie sich Leute, die NICHTS produzieren, die Welt unter den Nagel reißen können.

Hasibaer64

21.07.2013, 20:27 Uhr

Ach all ihr Lieben. Als Max Bahr von Praktiker übernommen wurde, wurde ich gekündigt. Private Einzelheiten mal dahingestellt. Wo war der Betriebsrat? Wo war der doch so tolle Sozialplan ? Vieleicht bekommen es auch ehemalige, oder noch amtierende Mitarbeiter des Betriebsrates auch mal zu spüren, zum Arbeitsamt, oder Job Center gehen zu dürfen. Mitgefühl ?????? Ich bitte Euch. Wer hatte das mit mir und meiner Familie ???? Vieleicht gibts ja noch so was wie Gerechtigkeit. Ich werd mich zurücklehnen und die kommenden Ereignisse verfolgen.

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