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20.02.2015

18:23 Uhr

Medienbericht

Metro wegen fragwürdigem Holz in der Kritik

Metro ist laut einem Bericht durch einen Holz-Check der Aktionsgemeinschaft Robin Wood gefallen. Viele Produkte trugen kein Nachhaltigkeits-Siegel, andere waren falsch deklariert. Der Konzern weist die Vorwürfe zurück

Der Handelskonzern Metro verwendet trotz einer anders lautenden Selbstverpflichtung fragwürdiges Holz. Reuters

Einkaufswagen von Metro

Der Handelskonzern Metro verwendet trotz einer anders lautenden Selbstverpflichtung fragwürdiges Holz.

HamburgDer Handelskonzern Metro bietet einem Bericht zufolge trotz einer anders lautenden Selbstverpflichtung weiter Produkte aus Tropenholz ohne das Nachhaltigkeits-Siegel FSC an. Wie der „Spiegel“ am Freitag vorab aus seiner neuen Ausgabe berichtete, ergab dies eine Untersuchung der Aktionsgemeinschaft Robin Wood.

Demnach hätten zehn getestete Holzprodukte des Konzerns allesamt Tropenholz enthalten und seien nicht FSC-zertifiziert gewesen. FSC steht für Forest Stewardship Council und zeichnet nachhaltig produziertes Holz aus.

Dem Magazin zufolge stammten die getesteten Hölzer aus Zentral- und Westafrika und stehen fast alle auf der Liste der gefährdeten Arten. 50 bis 90 Prozent der Hölzer in den fraglichen Regionen würden laut Interpol illegal geschlagen. Sechs Produkte seien auch „falsch deklariert“ gewesen. „Die Kontrollen bei der Metro Gruppe sind offensichtlich unzureichend“, sagte Ute Bertrand von Robin Wood dem „Spiegel“.

Sechs Fakten über die Metro Group

Bedeutung

Die Metro Group ist Deutschlands größter Handelskonzern.

Aufbau

Zum Unternehmen gehören die Metro-Großhandelsmärkte, die Warenhauskette Kaufhof, die Real-Supermärkte und die Elektronikfachmärkte von Media Markt und Saturn.

Umsatz

Metro erzielte 2010 einen Nettoumsatz von 67,3 Milliarden Euro.

Gewinn

Der Gewinn des Handelskonzerns belief sich 2010 auf 936 Millionen Euro.

Filialnetz

Der Konzern verfügt über mehr als 2100 Filialen in 33 Ländern.

Mitarbeiter

Weltweit beschäftigt Metro mehr als 283.000 Mitarbeiter.

Der Konzern kann die Vorwürfe „Spiegel“ nach eigenen Angaben nicht nachvollziehen und weist sie zurück. Die Darstellung, Metro sei bei einem „Holz-Marktcheck durchgefallen“, sei „völlig irreführend, da es sich bei den betreffenden Produkten fast ausschließlich um Artikel von Markenherstellern und nicht um Eigenmarkenprodukte“ handele, sagte ein Sprecher der Metro Group. Für die Eigenmarken greife eine umfangreiches Kontrollssystem. Für die Herkunft der Rohstoffe von Markenherstellern könne kein Handelsunternehmen die Verantwortung übernehmen.

Von

afp

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