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02.07.2013

14:47 Uhr

Medienbericht

Neuer Germanwings droht Streik

Erst gestern ist die „neue Germanwings“ gestartet – Montag könnte sie schon wieder am Boden bleiben. Der Chef der Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO sieht eine Mehrheit für einen Streik gegeben. Freitag endet die Urabstimmung.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem fünf Prozent mehr Vergütung für die Flugbegleiter der Lufthansa-Konzerntochter. dpa

Die Gewerkschaft fordert unter anderem fünf Prozent mehr Vergütung für die Flugbegleiter der Lufthansa-Konzerntochter.

BerlinBei der Lufthansa-Tochter Germanwings stehen die Zeichen auf Streik – möglich ab Montag kommender Woche. Der Chef der Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO, Nicoley Baublies, sagte der „Bild“-Zeitung (Mittwochsausgabe): Die erforderlichen 70 Prozent Beteiligung an der bis Freitag laufenden Urabstimmung seien „schon jetzt deutlich übererfüllt“. Gleiches gelte für die Zustimmung zum Arbeitskampf.

Die Tarifverhandlungen gingen zwar am Donnerstag und Freitag weiter, sagte Baublies. Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen werde es jedoch zu keiner Tarifeinigung kommen. „Da müsste schon eine überraschende Wende passieren", sagte Baublies.

Was sich für Vielflieger ändert

Buchungsgarantie

Bei der Lufthansa konnten sich Senatoren und HONs noch darauf verlassen, auf jeden Fall einen Platz in der gewünschten Maschine zu bekommen. Diese Buchungsgarantie entfällt nun. Allerdings werden Germanwings-Flüge im Gegensatz zu Lufthansa-Maschinen auch nicht überbucht.

Priority Check-in

Der Vorrang beim Check-In bleibt für alle Karteninhaber. Vom Frequent Traveller bis zum HON auch bei Germanwings erhalten.

Priority Boarding

Senatoren und HONs können sich auch weiterhin das Schlangestehen beim Boarding sparen. Für Frequent Traveller gibt es dieses Privileg in der niedrigsten Buchungsklasse nicht.

Freigepäck

An Bord der Germanwings-Maschinen gibt es für Vielflieger kein Freigepäck mehr. Auch das zweite Handgepäck, das an Bord der Lufthansa noch zugelassen war, gibt es nicht mehr.

Schnellere Gepäckabfertigung

Anders als die Lufthansa ist Germanwings kein Mitglied der Star Alliance. Die schnellere Gepäckabfertigung bei der Umstellung entfällt darum.

Lounge-Zugang

Für HONs und Senatoren besteht nach wie vor unbeschränkter Lounge-Zugang. Bei Frequent Travellern hängt der Zugang von der Buchungsklasse ab. Sie müssen mindestens den Smart-Tarif gebucht haben. Mit Best-Tarif haben auch Passagiere ohne Vielflieger-Status Zugang zur Lounge.

Schnellere Sicherheitskontrolle

Für HONs und Senatoren bleibt die schnellere Sicherheitskontrolle in allen Buchungsklassen bestehen. Alle anderen müssen dafür Best-Tarif gebucht haben.

Meilen

Auch bei Germanwings können Vielflieger weiterhin in allen Buchungsklassen Meilen sammeln. Allerdings lassen sich HON Circle Meilen nur im Best-Tarif sammeln.

Essen an Bord

Hängt von der Buchungsklasse ab. Im Basic-Tarif muss sämtliches Essen an Bord separat bezahlt werden. Im Smart-Tarif ist ein Snack (Brötchen oder Sandwich) und ein Softdrink inklusive. Im Best-Tarif gibt es Essen a la carte und alle Getränke inklusive.

„Für den Fall des endgültigen Scheiterns der Verhandlungen werden wir am Samstag um 11.00 Uhr unser weiteres Vorgehen verkünden“, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende, „Erste Streikmaßnahmen wird es dann bereits am Montag kommender Woche geben.“

Die Gewerkschaft fordert unter anderem fünf Prozent mehr Vergütung für die Flugbegleiter der Lufthansa-Konzerntochter. Daneben geht es UFO um die Eindämmung befristeter Arbeitsverträge, Regelungen zu Wechselmöglichkeiten zur Mutter-Airline Lufthansa und neue Vergütungsstufen. Die Verhandlungen über den Mantel- und Vergütungstarifvertrag laufen nach Angaben der Gewerkschaft seit einem Dreivierteljahr.

Die Lufthansa hatte erst am Montag die "neue Germanwings" gestartet. Die Tochtermarke bedient künftig sämtliche Strecken des Konzerns innerhalb Europas, abgesehen von den Flügen ab Frankfurt am Main und München. Damit wandern Flüge, die bislang unter der Marke Lufthansa bedient wurden, zur Billigtochter.

Die Lufthansa steht unter erheblichem Kostendruck. Ende vergangenen Jahres hatte Deutschlands größte Fluggesellschaft deshalb eine Neuausrichtung ihres Geschäfts bekanntgegeben. Derzeit durchläuft das Unternehmen ein Sparprogramm.

Von

afp

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

02.07.2013, 15:53 Uhr


Harte Zeiten für den Kaputt-Sanierer Chr. Franz!
*
Herr Franz hat es geschafft sowohl seine treusten Kunden, nämlich die Business-Fluggäste und Status-Kunden zu verprellen, als auch fast das gesamte Lufthansa und German Wings Personal gegen sich aufzubringen.
*
Nichts ist schlimmer für ein Geschäft, als Kunden und Personal gegen sich aufzubringen. Vielleicht wird Herr Franz dies eines Tages verstehen.
*
Die Deutsche Bahn musste er ja bereits aufgrund kompletten Versagens seinerzeit verlassen.

Account gelöscht!

02.07.2013, 16:34 Uhr


Herr Franz hat das "Wir-Gefühl" der LH-Kunden und seiner Mitarbeiter zerstört. Man kann (notwendige) Sparmaßnahmen nicht durchpressen ohne die Mitarbeiter vorher abzuholen.

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