Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.12.2011

12:55 Uhr

Medienbericht

Schlichtungsstelle für verärgerte Fluggäste

Jahrelang haben sich die deutschen Fluggesellschaften gegen eine Schlichtungsstelle für unzufriedene Kunden gesträubt. Jetzt kommt sie doch. Laut Justizministerium wurde eine entsprechende Vereinbarung bereits unterzeichnet.

Reisende gehen mit ihrem Gepaeck durch das Terminal 1 des Flughafens in Frankfurt. dapd

Reisende gehen mit ihrem Gepaeck durch das Terminal 1 des Flughafens in Frankfurt.

BerlinFlugreisende, die Ärger mit ihrer Fluggesellschaft hatten, sollen sich künftig leichter beschweren können. Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ haben die deutschen Fluggesellschaften ihren jahrelangen Widerstand aufgegeben und sind bereit, gemeinsam eine private Schlichtungsstelle einzurichten. Im Bundesjustizministerium bestätigte man dem Blatt, dass der Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BdL) jetzt eine Vereinbarung unterzeichnet habe.

„Passagiere und Fluggesellschaften werden gemeinsam davon profitieren“, sagte Ministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger der Zeitung: „Langwierige Gerichtsverfahren werden vermieden, die Kundenbindung bleibt erhalten.“ Die Schlichtungsstelle soll eingreifen, wenn sich Fluggäste erfolglos beschwert haben, weil ein Flug überbucht war, annulliert wurde oder verspätet ankam. Auch wenn das Gepäck beim Transport beschädigt wurde oder wenn mobilitätseingeschränkte Personen Schwierigkeiten hatten, soll die neue Stelle schlichten. Die Kosten tragen die Fluggesellschaften.

Offen ist dem Blatt zufolge allerdings noch, ob sie eine eigene Stelle einrichten oder sich der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SöP) anschließen. Sie war im Rahmen der neuen Fahrgastrechte initiiert worden, die im Sommer 2009 für Bahnreisende in Kraft traten.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×