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24.03.2013

15:29 Uhr

Medienbericht

Umsatz bei Karstadt bricht ein

Der Umsatz bei Karstadt ist laut einem Medienbericht im Februar kräftig eingebrochen. Der Betriebsrat bezeichnet die Zahlen als „alarmierend“ und fürchtet weitere Stellenstreichungen.

Karstadt hat mit einem Umsatzeinbruch zu kämpfen. dapd

Karstadt hat mit einem Umsatzeinbruch zu kämpfen.

FrankfurtDer Warenhauskonzern Karstadt lockt einem Magazinbericht zufolge immer weniger ausgabefreudige Kunden in seine Geschäfte. Der Umsatz habe im Februar bei 133 Millionen Euro gelegen und damit fast zwölf Prozent unter den Planungen und 15 Prozent unter dem Vorjahreswert, berichtet der „Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe unter Verweis auf interne Papiere.

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Von Liquiditätsengpässen will er allerdings nichts wissen.

Der 2010 vom Milliardär Nicolas Berggruen aus der Insolvenz übernommene Warenhauskonzern habe seit dem 1. Oktober 2012, dem Beginn des Geschäftsjahres, damit nur noch 1,3 Milliarden Euro umgesetzt. Damit liege der Umsatz fast zehn Prozent unter den Planungen sowie unter dem Vorjahreswert. Karstadt-Chef Andrew Jennings will die Umsätze im Rahmen seiner „Karstadt 2015"-Strategie auf 3,5 Milliarden Euro nach oben schrauben.

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Der Warenhauskonzern Karstadt plante 2000 Stellen deutschlandweit abzubauen.

Das Umsatzminus sei „alarmierend" und gehe „an die Substanz der Unternehmen", zitiert der „Spiegel" aus einem Schreiben der Betriebsräte an Firmenchef Jennings. Durch die Umsatzverluste sieht der Betriebsrat weitere Arbeitsplätze als „hochgradig gefährdet". Karstadt hatte vergangenes Jahr angekündigt, bis Ende 2014 insgesamt 2000 Stellen abzubauen. Der Schritt wurde seinerzeit mit den herausfordernden Marktbedingungen begründet. Dennoch soll die Geschäftsführung dem Magazin zufolge laut einem Aufsichtsratsbeschluss schon für das laufende Geschäftsjahr Boni erhalten.

Karstadt selbst wollte sich laut „Spiegel" dazu nicht näher äußern. „Die Implementierung unserer Strategie 'Karstadt 2015' macht gute Fortschritte. Einige kurzfristige Negativeffekte waren zu erwarten, während wir auf unserem langfristigen Weg voranschreiten", ließ Karstadt-Chef Jennings dem Magazin ausrichten.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Linder

24.03.2013, 17:12 Uhr

Das ist doch die logische Folge von verfehlter Politik: Explodierende Strompreise, hohe kommunale Abgaben, betrügende Netto-Rentenkürzungen und Nettolöhne, von denen man nicht leben kann. Wer soll denn dann noch investieren bzw. Geld ausgeben? Die wirkliche Quittung für unser gieriges Monster Staat wird erst noch kommen. Es sei denn, die Bürger wählen endlich nicht mehr den eigenen Metzger.

kfvk

25.03.2013, 06:59 Uhr

Karstadt muss nur weiter Personal abbauen und die Pleite kommt früher als erwartet. Die fehlende Motivation der Mitarbeiter begegnet dem Käufer auf Schritt und Tritt.
In Wiesbaden z.B.: keine Beratung da weit und breit keine Verkäufer in Sicht, lange Schlangen an wenigen Kassen, manche Abteilungen wie früher die Kaufhalle von der Anmutung, vergleichsweise hohe Preise und Teile des Personals machen einen Eindruck als seien sie Tagesschausprecher am Ende der Sendung -- sie stehen völlig relaxed z.B. an den Kassen und genießen die wartenden Kunden, zählen Geld und sortieren Umtauschware statt eine weitere Kasse zu besetzen. Weshalb sollte man da einkaufen?

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