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12.03.2014

17:21 Uhr

Mega-Insolvenz

Millionenklage gegen Teldafax-Vorstände

ExklusivVor einer Woche erst wurde der Strafprozess gegen die Teldafax-Manager wegen eines Formfehlers ausgesetzt. Doch schon gibt es eine neue Klage, eingereicht vom Insolvenzverwalter: Diesmal geht es um Geld.

Teldafax-Firmenlogo: Der Insolvenzverwalter hat eine weitere Klage gegen die beiden ehemaligen Vorstände eingereicht. dpa

Teldafax-Firmenlogo: Der Insolvenzverwalter hat eine weitere Klage gegen die beiden ehemaligen Vorstände eingereicht.

DüsseldorfDer Insolvenzverwalter Biner Bähr verlangt nach einem Bericht der digitalen Tageszeitung Handelsblatt Live (Mittwochausgabe) 1,5 Millionen Euro Schadenersatz von zwei ehemaligen Vorständen des 2011 zusammengebrochenen Billigstromanbieters Teldafax. Das Landgericht Bonn habe bestätigt, dass der Insolvenzverwalter von Klaus Bath (Vorstandschef von Oktober 2007 bis März 2011) und Gernot Koch (Vorstandschef von Mai bis Juni 2011) verklagt habe. Bähr, Bath und Koch hätten sich auf Anfrage nicht geäußert.

Laut Handelsblatt Live bezieht sich der Insolvenzverwalter auf Gelder, die am 9. November 2010 von der Teldafax-Mutter an die Teldafax Marketing GmbH flossen. Die Zahlung von 1,5 Millionen Euro halte der Insolvenzverwalter für unzulässig, weil Teldafax zu diesem Zeitpunkt bereits überschuldet gewesen sei. Nach dem Insolvenzgutachten von Bähr sowie nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft war Teldafax bereits seit Sommer 2009 insolvenzreif und konnte sich nur mit den Vorauszahlungen neuer Kunden von Monat zu Monat weiterschleppen. In dieser Zeit zahlten sich die Vorstände weiter Gehälter von bis zu 17.000 Euro netto im Monat.

Der Strafprozess gegen Bath und Koch wurde vor einer Woche wegen eines Formfehlers ausgesetzt. Handelsblatt-Live berichtet zusätzlich von mehreren hundert Einzelklagen ehemaliger Teldafax-Kunden. Sie würden sich vorwiegend gegen Gernot Koch richten. Dessen letzte öffentliche Äußerung zu Teldafax stammt vom 25. Mai 2011 – dem Tag, als er er zum Vorstandsvorsitzenden befördert wurde. Koch sagte: „In den kommenden Wochen werden wir vor allem durch Taten überzeugen und so wieder zu einem normalen Geschäftsalltag zurückkehren.“ Zwei Wochen später war Teldafax pleite.

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