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26.05.2015

11:58 Uhr

Mehr Passagiere

Ryanair steigert Gewinn um zwei Drittel

Immer mehr Passagiere fliegen mit Ryanair. Das macht sich auch in der Bilanz des Billigfliegers bemerkbar. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Gewinn der Iren um zwei Drittel.

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Billig-Flieger: Das Geheimnis von Ryanair

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DublinEin rasanter Passagierzuwachs hat Ryanair im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinnsprung beschert. Dank geringerer Ticketpreise seien 90 Millionen Menschen mit Ryanair geflogen und damit elf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte die irische Fluggesellschaft am Dienstag mit. Das Nettoergebnis sei zu März um 66 Prozent auf 867 Millionen Euro gestiegen. Fürs laufende Geschäftsjahr stellt Europas größte Airline nach Passagierzahlen ein Gewinnplus von etwa zehn Prozent auf 940 bis 970 Millionen Euro in Aussicht. Unter Umständen sei sogar mehr möglich.

An der Börse kam dies gut an: Die Ryanair-Aktie kletterte in der Spitze um bis zu sechs Prozent. In den letzten zwölf Monaten verbesserte sich der Anteilsschein um 58 Prozent. Das Papier von Hauptkonkurrent Easyjet verteuerte sich am Dienstag leicht. Binnen Jahresfrist kommt die Aktie auf ein Plus von einem Prozent.

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Damit zahlt sich für Ryanair die Neuausrichtung aus. Die vom schillernden Geschäftsmann Michael O'Leary gegründete und geführte Firma hat es sich zum Ziel gesetzt, ihr Image als Billigflieger mit schlechtem Service aufzupolieren. Die Ticketpreise wurden gesenkt und mehr Optionen für Geschäftsleute eingeführt. Es werden zudem verstärkt größere und besser angebundene Flughäfen angeflogen. Der für die Luftfahrt wichtige Sitzladefaktor verbesserte sich in der Folge um fünf Prozent. Fürs laufende Jahr rechnet Ryanair mit weiter anziehenden Passagierzahlen. Die sollen um zehn Prozent zulegen.

Den Zuwachs will Ryanair nach Angaben von O'Leary allerdings nicht über weitere Rabatte bei den Ticketpreisen erzielen. Dies hatten einige Investoren befürchtet. Easyjet kündigte kürzlich für das laufende Quartal ein Minus beim Umsatz pro Sitz um vier Prozentpunkte an.

Unterdessen geht der Verkauf des Staatsanteils in Höhe von 25 Prozent an der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus auf die Zielgerade. Am Dienstag startete die Regierung in Dublin entsprechende Gespräche. British-Airways-Eigner IAG will den Anteil wie auch den von Großaktionär Ryanair kaufen. Ryanair hält 30 Prozent an Aer Lingus und lässt bisher offen, ob ein Verkauf der Beteiligung in Frage kommt.

Von

rtr

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