Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.09.2011

16:55 Uhr

Metro-Chef

Großaktionäre sprechen sich für Cordes aus

Die einflussreiche Familie Schmidt-Ruthenbeck hat Metro-Chef Eckhard Cordes den Rücken gestärkt. Sie will den Vertrag verlängern. Der Druck auf den Aufsichtsrat steigt.

Unklares Schicksal bei der Metro: Eckhard Cordes. dapd

Unklares Schicksal bei der Metro: Eckhard Cordes.

FrankfurtIm Machtkampf um die Zukunft von Metro-Chef Eckhard Cordes können sich Großaktionäre bislang nicht auf eine gemeinsame Linie verständigen. Der zweitgrößte Aktionär des Handelskonzerns, die Familie Schmidt-Ruthenbeck, will den im Herbst kommenden Jahres auslaufenden Vertrag des umstrittenen Managers verlängern. Das sagte der Vertreter der Familie im Metro-Aufsichtsrat, Peter Küpfer, dem „Focus“. Damit bestätigte er entsprechende Informationen der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Unterstützung von Teilen der Haniel-Familie, deren Mischkonzern ebenfalls Großaktionär bei der Metro ist, hat Cordes Insidern zufolge dagegen verloren. Haniel und Schmidt-Ruthenbeck halten zusammen die Mehrheit an der Metro.

„Die von Herrn Cordes durchgesetzte Neuausrichtung der Metro haben wir gemeinsam mit den anderen Anteilseignern im Aufsichtsrat aktiv und zustimmend begleitet und werden ihn auch weiterhin bei dieser wichtigen Aufgabe unterstützen“, sagte Küpfer dem „Focus“. Man habe ein großes Interesse an der Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Cordes und wolle im Kreis der Mitgesellschafter und des Aufsichtsrats dafür werben.

Cordes hatte nach seinem Antritt im November 2007 einen umfassenden Umbau des Handelsriesen angepeilt. Ein Verkauf der Warenhaustochter Kaufhof ist ihm aber bislang nicht gelungen, auch die zur Disposition gestellte Kette Real ist weiter Teil des Konzerns. Cordes hatte auch ein umfangreiches Sparprogramm eingeleitet, dem Tausende Arbeitsplätze zum Opfer fielen.

Der Metro-Aufsichtsrat sollte nach Angaben aus seinem Umfeld eigentlich im November über eine Verlängerung des Vertrags des Vortandschefs entscheiden. Angesichts zahlreicher Medienberichte über einen vorzeitigen Abgang des Managers wachse aber der Druck, schon vorher Klarheit zu schaffen, sagte ein Insider Reuters. Eine Vorentscheidung in dem Machtkampf steht bereits am Dienstag an. Dann will sich die Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat bei einem Treffen ein Meinungsbild zur Zukunft des umstrittenen Metro-Chefs machen, wie mehrere Personen aus dem Umfeld des Aufsichtsrats Reuters sagten.  

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

PeggyEiserne

19.09.2011, 01:01 Uhr

Ich glaube Gesundheitsamt ist vorbereitet für alle mögliche
Nerven-Krankheiten.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×