Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.02.2017

12:59 Uhr

Metro

Mit neuer Strategie nach Myanmar

Die Metro wagt sich nach Myanmar. Gemeinsam mit einem regionalen Partner will der Handelskonzern Kunden dort beliefern. Metro-Chef Olaf Koch sieht „enorme Chancen“ in dem südostasiatischen Markt.

Für die Expansion nach Myanmar nimmt der Metro-Chef vergleichsweise wenig Geld in die Hand. dpa

Olaf Koch

Für die Expansion nach Myanmar nimmt der Metro-Chef vergleichsweise wenig Geld in die Hand.

DüsseldorfDer Handelskonzern Metro stößt nach langer Pause mit seinem Großmarktgeschäft wieder in ein neues Land vor. Metro expandiere wie angekündigt nach Myanmar, teilte der Konzern am Freitag in Düsseldorf mit. Metro-Chef Olaf Koch geht dabei aber einen neuen Weg: Metro hat sich einen Partner aus der Region gesucht und will das Land anders als bei früheren Expansionen in neue Länder nicht mit eigenen Märkten überziehen.

Vielmehr will Metro die Kunden in dem südostasiatischen Land beliefern. Damit muss Koch nicht so viel Geld in die Hand nehmen. Die Investitionen bewegten sich „im niedrigen zweistelligen Millionen Euro Bereich“, teilte Metro mit. Myanmar sei ein „vielversprechender Markt mit enormen Chancen“, betonte Koch.

Metro: Aktionäre stimmen für Aufspaltung

Metro

Aktionäre stimmen für Aufspaltung

Metro-Chef Olaf Koch hat auf der Hauptversammlung mit Erfolg für die Aufspaltung des Handelskonzerns geworben. Die Aktionäre unterstützen den Schritt fast einstimmig – üben aber auch Kritik an der Entwicklung der Metro.

Die Düsseldorfer gründen mit der asiatischen Yoma Strategic Holdings ein Gemeinschaftsunternehmen zur Entwicklung einer Vertriebsplattform für Lebensmittel in Myanmar. Metro hält dabei 85 Prozent der Anteile. Als ersten Schritt in Myanmar plant Metro ein Großhandelsverteilzentrum in der Sonderwirtschaftszone Thilawa in Rangun. Dieses soll Anfang 2018 die Pforten öffnen. Von dort sollen unter anderem Lebensmittel für Gastronomen, Hotels, Einzelhändler und Büros geliefert werden.

Metro sieht dafür Bedarf: Der Markt in Myanmar sei sehr zersplittert, Händler müssten sich Waren aus einen komplexen Geflecht unterschiedlicher Anbieter beschaffen. Metro will diese nun aus einer Hand anbieten. Die Kunden wünschten „zunehmend Produkte in gleichbleibend zuverlässiger Qualität und zu einem günstigen Preis“.

Metro-Chef Olaf Koch hatte bereits angekündigt, in neue Länder vorstoßen zu wollen. Zuletzt hatte sich Metro dies 2010 getraut. Koch hat dem Düsseldorfer Handelsriesen eine Aufspaltung in einen Lebensmittel- und einen Elektronikhändler um Media-Saturn verordnet, die Aktionäre hatten die Pläne Anfang Februar gebilligt. Im Sommer sollen sie umgesetzt werden. Beide Teile sollen schlagkräftiger werden und auf Wachstumskurs gehen.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×