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31.03.2016

16:51 Uhr

Metro

Warum die Versöhnung mit Erich Kellerhals näher rückt

Media-Saturn-Mitgründer Erich Kellerhals führt seit Jahren einen Machtkampf mit Metro um das Sagen bei Media Markt und Saturn. Durch die angekündigte Aufspaltung des Konzerns könnte der Streit beigelegt werden.

Kellerhals hatte immer wieder betont, er sei bereit, Metro den Mehrheitsanteil auch mit Hilfe von Finanzinvestoren abzukaufen. dpa

Erich Kellerhals

Kellerhals hatte immer wieder betont, er sei bereit, Metro den Mehrheitsanteil auch mit Hilfe von Finanzinvestoren abzukaufen.

DüsseldorfDurch die Aufspaltung des Metro-Konzerns könnten sich nach Ansicht des Media-Saturn-Minderheitseigners Erich Kellerhals Möglichkeiten zur Beilegung des Streits um Europas größte Elektronikhandelskette ergeben. „Eine bessere friedliche Zusammenarbeit wird dadurch noch nicht gefördert“, erklärte Kellerhals in einer ersten Reaktion auf die Pläne der Metro, sich in einen Lebensmittel- und einen Elektronikbereich aufzuteilen. „Aber neue kreative Ideen könnten bei der neuen Konzernstruktur auch noch Lösungen für Media Saturn bringen“, schrieb Kellerhals auf seiner Internet-Seite weiter: „Hier wird auf Signale von (Metro-Chef) Olaf Koch gewartet.“

Der 76-jährige Milliardär und Media-Saturn-Mitgründer Kellerhals führt seit Jahren einen erbitterten Machtkampf mit dem Düsseldorfer Konzern um das Sagen bei Media Markt und Saturn. Kellerhals hält knapp 22 Prozent der Anteile, gleichzeitig hat er aber umfassende Mitsprache- und Vetorechte. Metro sind diese ein Dorn im Auge, der Düsseldorfer Konzern versucht, sie auszuhebeln. Kellerhals wehrt sich erbittert, der Streit beschäftigt zahlreiche Gerichte. Vermittlungsversuche waren in der Vergangenheit gescheitert – zuletzt versuchte Deutsche-Bank-Co-Chef und Metro-Aufsichtsrat Jürgen Fitschen Insidern zufolge vergeblich, Koch und Kellerhals zu befrieden. Das Tischtuch zwischen beiden sei zerschnitten, sagen Insider.

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Der Mitgründer des 1974 gegründeten Media-Markts, Erich Kellerhals, streitet sich seit Jahren mit dem Großaktionär Metro. Der 76-Jährige, der sonst keinen Konflikt scheut, sieht die Aufspaltung der Metro gelassen.

Koch hatte am Mittwoch Pläne für die Aufspaltung des weit verzweigten Handelsriesen Metro verkündet. Das Elektronikhandelsgeschäft um Media-Saturn soll danach bei Metro verbleiben, das Großhandels- und Supermarktgeschäft soll abgespalten werden, Koch will hier Chef werden. Kellerhals könne diese Pläne nicht torpedieren, hatte Koch gesagt. Diese seien allein Sache der Metro-Anteilseigner – und zu denen zählt der Milliardär nicht.

Media-Saturn soll Kochs Plänen zufolge Teil einer Holding mit Sitz in Düsseldorf sein, die von Media-Saturn-Chef Pieter Haas geführt werden soll. Diese Personalie ist Kellerhals ein Dorn im Auge, betrachtet er Haas doch als Statthalter der Metro in der Ingolstädter Media-Saturn-Zentrale. Kellerhals will den niederländischen Manager aus dem Amt entfernen und hatte dazu auch Gerichte bemüht – bislang vergeblich. Auf dem Weg zu einer friedlichen Zusammenarbeit sei „Herr Pieter Haas (..) noch ein großes Hindernis“, ließ Kellerhals nun Koch auf seiner Homepage wissen.

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Der Handelsriese Metro will sich aufspalten. Die Anleger jubeln, denn sie halten die Einzelteile für wertvoller als das bisherige Ganze. Gleichzeitig mindert Vorstandschef Koch den Einfluss seines schärfsten Gegners.

Kellerhals hatte immer wieder betont, er sei bereit, Metro den Mehrheitsanteil auch mit Hilfe von Finanzinvestoren abzukaufen. Koch hege aber „überzogene Preisvorstellungen“. Andererseits kann Koch durch die Metro-Teilung, die bis Mitte 2017 über die Bühne gehen soll, den Wirkungskreis Kellerhals' deutlich beschneiden. Denn der wäre, kauft Metro im Bereich Elektronik zu, nur noch Minderheitsaktionär einer von mehreren Beteiligungen einer Metro-Holding. Und im dann von Koch geleiteten Teil um die Cash&Carry-Märkte hätte Kellerhals überhaupt keinen Einfluss.

Von

rtr

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