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22.07.2014

18:57 Uhr

Mexikanische Konkurrenz zieht vorbei

McDonald’s kämpft an allen Fronten

VonAxel Postinett

McDonald’s steht vor einer Abwärtsspirale. In Europa und in den USA sinken die Umsätze, neue Konkurrenten erobern das Feld. Nur in Asien geht es leicht aufwärts – doch aktuelle Skandale bedrohen auch dort das Wachstum.

dpa

San FranciscoDie Liebe ist erkaltet. „Die Ergebnisse auf kurze Sicht werden gedämpft ausfallen“, warnt McDonald’s CEO Don Thompson. Die Aktien des Fast-Food-Riesen waren bereits am Montag im Vorfeld der Quartalszahlen gefallen und sanken am Dienstag weiter.

Asien war der einzige kleine Lichtblick für McDonald's. Im abgelaufenen Quartal gab es dort ein kleines Umsatzplus von 1,1 Prozent, dagegen ging es in den USA um 1,5 Prozent und in Europa um ein Prozent abwärts. Der Gewinn sank leicht von 1,4 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 1,39 Milliarden im zweiten Quartal 2014.

Der Gewinn pro Aktie stieg leicht von 1,38 auf 1,40 Dollar, weil Thompson in großem Stil Aktien zurückgekauft hat. Dadurch verteilt sich der Gewinn rechnerisch auf weniger Papiere. Ein beliebter Trick, um Gewinnwachstum vorzutäuschen. Der Gesamtumsatz stieg um 1,4 Prozent auf 7,18 Milliarden Dollar.

Die zehn größten Gastronomie-Betriebe in Deutschland

Platz 10

SSP Deutschland

Der Betreiber von Restaurants und Geschäften in Bahnhöfen und Flughäfen musste 2013 einen leichten Umsatzrückgang um fast acht Millionen auf 174Millionen Euro verkraften.

Quelle: Lebensmittel-Zeitung

Platz 9

Ikea

Die Restaurants in den 46 Ikea-Möbelhäusern konnten 2013 einen Umsatz von 180 Millionen Euro verbuchen, ein minimales Plus gegenüber 2012.

Platz 8

Subway

Die Zahl der Filialen der Sandwich-Kette ging zwar leicht um 10 auf 590 zurück im Jahr 2013. Doch der Umsatz konnte geschätzt um sieben auf 192 Millionen Euro zulegen.

Platz 7

Aral

Die Tankstellenkette erzielte im Jahr 2013 einen Umsatz von 192,2 Millionen Euro mit seinen „Petit Bistro“-Verkaufsstellen in 1096 Tankstellen: ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr.

Platz 6

Yum Restaurants

Zum Yum-Konzern gehören Kentucky Fried Chicken aber auch die Pizza-Hut-Kette. In Deutschland baute Yum die Zahl der Filialen im Jahr 2013 um 6 auf 163 aus und steigerte den Umsatz um mehr als 15 Prozent auf 233 Millionen Euro.

Platz 5

Nordsee

Die Nordsee-Fischrestaurants machten 2013 insgesamt 291,6 Millionen Euro Umsatz und stagnierte damit im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Filialen ging um zwei zurück auf 334 Restaurants.

Platz 4

Autobahn Tank & Rast

Insgesamt 393 Raststätten an Autobahnen betreibt das Unternehmen. Der Umsatz belief sich 2013 geschätzt auf 600 Millionen Euro – Stagnation im Jahresvergleich.

Platz 3

LSG Lufthansa Service

Der Caterer der Fluggesellschaft Lufthansa steigert den Umsatz um etwas mehr als drei Prozent auf 753 Millionen Euro.

Platz 2

Burger King

Die Fast-Food-Kette hat 696 Restaurants und legte 2013 geschätzt beim Umsatz um etwas mehr als fünf Prozent auf 833 Millionen Euro zu.

Platz 1

McDonald’s

Die US-Burgerkette liegt unangefochten auf Rang 1. Mit 1468 Restaurants setzte McDonald’s geschätzt 3,1 Milliarden Euro.

Ob die Gewinne im asiatischen Markt, vor allem in China, von Dauer sind, bleibt allerdings abzuwarten. Ein Skandal um verdorbenes und überaltertes Fleisch bei einem lokalen Zulieferer sorgt in China derzeit für mehr negative Schlagzeilen als Thompson vertragen kann.

Im Juni bereits verschärfte sich laut McDonald’s der globale Abwärtstrend mit einem Minus der Umsätze auf vergleichbarer Fläche von 3,5 Prozent. Auch für den Juli sieht es nicht besser aus, warnt Thompson. Der Fleischskandal in China ist allerdings kein Problem von McDonald’s alleine. Starbucks und Yum! (KFC) sind ebenfalls betroffen.

Aber das ist nicht das größte Problem des Vorstandschefs, der von Aktionärsaktivisten immer wieder wegen seines üppigen Gehalts angefeindet wird. Es brennt an allen Fronten, Konkurrenten wie Taco Bell und Burger King erobern den Frühstücksmarkt, das einzige Wachstumssegment der Branche. Neue Angebote wie der „Bacon Clubhouse Burger“ floppten bei den Kunden, die Einstandspreise für Nahrungsmittel steigen und Demonstranten fordern lautstark höhere Löhne für die Angestellten, die meist nur Gehälter um den staatlichen Mindestlohn verdienen.

Kommentare (7)

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Herr Nehal Devanowitch

22.07.2014, 19:21 Uhr

Na was soll denn das geunke. Schließlich hat auch Buffet in BK investiert. Der Mann weiss doch wie es geht. Auch wenn BK grad ein paar Probleme hat.In minderwertige Lebensmittel (oder wie ich es nenne Dreck) zu investieren ist doch GENIAL und absolut zukunftssicher.

real .ist

22.07.2014, 20:03 Uhr

Eine Schande! Gerade in Asien, wo Fettleibigkeit, Diabetes und Herzerkrankungen am geringsten ausgeprägt sind, nehmen diese Erkrankungen rasant zu, dank dieses Toilettenfraß. Nur um Kohle zu scheffeln, werden Tiere gequält, die Natur geschunden und die Menschen gesundheitlich kaputt gemacht.

Und die Leute fressen weiterhin wie dummes Viehzeug diesen Dreck, in den noch reingerotzt wird.

Herr peter Spirat

22.07.2014, 20:55 Uhr

Kann man da nicht einfach mal die U:S Armee hinschicken und dafür sorgen,dass Mc Donald nicht länger boykottiert wird.

Amerikaner lösen inzwischen jedes Problem mit Kriegsgewalt.

Erst mal niederballern, dann fragen

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