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25.06.2013

09:01 Uhr

Michael O'Leary

„Mit Ryanair für 10 Dollar über den Atlantik!“

Der europäische Billigflieger Ryanair denkt darüber nach Transatlantikflüge anzubieten. Und das schon ab zehn Dollar pro Ticket. Ryanair-Chef O'Leary ist für seine unrealistischen Ideen bekannt.

Ryanair-Chef Michael O'Leary sorgt mit seinen Sprüchen regelmäßig für Furore. Reuters

Ryanair-Chef Michael O'Leary sorgt mit seinen Sprüchen regelmäßig für Furore.

FrankfurtDer Chef der europäischen Billigfluggesellschaft Ryanair erwägt einen Eintritt in den Markt für Transatlantikflüge. Er sieht Chancen für solche Verbindungen ab einem Ticketpreis von zehn US-Dollar, wie Ryanair-Chef Michael O'Leary am Montagabend (Ortszeit) in einem Gespräch mit Bloomberg TV in New York sagte. „Wir würden gerne den Luftraum zwischen den USA und Europa ausnutzen”, sagte der Spitzenmanager.

Der 52 Jahre alte O'Leary ist für seine teils radikale Rhetorik im Preiskampf seiner Branche bekannt. So hatte er in der Vergangenheit mit Vorstößen wie einer Toilettennutzungsgebühr von einem Euro oder dem Betrieb von Passagierflugzeugen ohne Copilot vorgeschlagen, was wegen Sicherheitsvorschriften als unrealistisch gelten kann.

In diese Reihe passt allerdings auch der jüngste Vorschlag. Ryanair mit Sitz in Dublin verfügt mit ihrer Flotte komplett bestehend aus Kurzstreckenflugzeugen vom Typ Boeing 737 nicht über die normalerweise auf der Transatlantikroute betriebenen Mittel- und Langstreckenflugzeugen mit zwei Mittelgängen und entsprechender Kapazität. Ryanair kann mit der bestehenden Flotte gerade Europa und einige Ziele im Norden Afrikas abdecken.

In diesem Jahr hatte Ryanair bereits eine Bestellung für 175 weitere Boeing 737 zum Listenpreis von 15,6 Milliarden Dollar platziert. Ryanair ist auf Verbindungen innerhalb von Europa vornehmlich über Regionalflughäfen spezialisiert und erreicht mit einem minimalen Kundenservice ein niedriges Preisniveau bei den Tickets.

Kommentare (7)

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Felix

25.06.2013, 09:13 Uhr

Wieder einmal etwas schlecht recherchiert liebes Handelsblatt. Mit der etwas größeren 737-900ER, welche ohne Probleme in die Ryanairflotte integrierbar sein dürfte, lassen sich von Dublin oder London aus ohne Probleme Flüge an die amerikanische Ostküste durchführen. Die Frage ist nur, ob sich das jemand antut, in einem Mittelstreckenflieger über den Atlantik zu fliegen. Möglich ist es aber!

Account gelöscht!

25.06.2013, 11:13 Uhr

Ja das wäre technisch möglich.Die Frage ist:Lohnt sich das ? Aber für 10 Euro würde ich auch mal mitfliegen.Da kann man nicht viel falschmachen.

Account gelöscht!

25.06.2013, 11:28 Uhr

Verpaßt man die Fluggäste eine Narkose, die so lange dauert, wie der Flug, dann ist es sicher möglich, einen A 380 mit Menschenregalen auszustatten und die Maschine bis zum maximal möglichen Startgewicht mit Leibern vollzustopfen. Es werden sich sicher genug Billig-will-ich-Personen finden, die diese Möglichkeit nutzen wollen... Paketdienste haben ja schon die diesbezügliche logistische Vorarbeit geleistet...

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