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12.05.2015

09:18 Uhr

Milliardär Li Jin Yuan

Luxuriöser Frankreich-Trip für 6400 Chinesen

VonTanja Kuchenbecker

Der chinesische Milliardär Li Jin Yuan hat mehr als 6400 Angestellte seines Mischkonzern nach Paris und Nizza eingeladen. Ein lohnender Werbegag für das Unternehmen mit Bildern in Medien weltweit.

Der chinesische Milliardär Li Jin Yuan zeigt sich spendabel und lädt die Hälfte seiner 12.000 Tiens-Angestellten nach Europa ein. Die Firmen-Kosten für den Ausflug werden auf 13 bis 20 Millionen Euro geschätzt. ap

Ein geschickter PR-Gag

Der chinesische Milliardär Li Jin Yuan zeigt sich spendabel und lädt die Hälfte seiner 12.000 Tiens-Angestellten nach Europa ein. Die Firmen-Kosten für den Ausflug werden auf 13 bis 20 Millionen Euro geschätzt.

ParisEin Betriebsausflug der Superlative: Statt einfach nur zum Essen in ein Restaurant hat der chinesische Milliardär Li Jin Yuan die 6400 Mitarbeiter seines Mischkonzerns Tiens zu einem luxuriösen Betriebsausflug nach Paris und Nizza eingeladen. Das sind etwa die Hälfte der 12.000 Angestellten. Damit feierte der 57-Jährige das 20-jährige Betriebsjubiläum seines Unternehmens, das in 110 Ländern im Bereich von Biotechnologie, Tourismus und internationalem Handel aktiv ist.

Tausende von Hotelzimmern wurden in Paris und in Südfrankreich belegt, an der Côte d´Azur kamen die Angestellten in Luxushotels unter, im Louvre gab es eine Exklusiv-Führung für die Chinesen. Allein in Paris reservierte die Gruppe etwas 140 Hotels, zwischen Cannes und Monaco noch mal 79.

Sie fuhren mit 146 Bussen durch die Gegend, ein extra TGV-Schnellzug wurde für die Fahrt von Paris nach Südfrankreich bereitgestellt. Über die Kosten für den Ausflug nach Europa schwieg die Firma sich aus. Die Firmen-Kosten für den mehrtägigen Trip wurden aber auf 13 bis 20 Millionen Euro geschätzt.

Ein lohnender Werbegag für das Unternehmen mit Bildern in Medien weltweit: Firmenchef Li Jin Yuan ließ sich mit einem Militärwagen durch die Straßen von Nizza fahren, bejubeln und posierte für Selfies. In Paris war er vorher schon von Außenminister Laurent Fabius empfangen worden.

Der Auftritt der Mitarbeiter auf der Parade in Nizza erinnerte an eine Militärparade. Sie standen in blauen T-Shirts stramm, um ins Guinness-Buch der Rekorde zu kommen, was auch gelang. Sie formierten den größten vom Himmel aus lesbaren Satz auf Englisch: Tiens Traum ist Nizza an der Côte d`Azur.

Kommentare (1)

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Herr Bihari Sharan

12.05.2015, 12:27 Uhr

Ein anschauliches Beispiel für die Kräfteverhältnisse und Größenordnungen in der heutigen Welt. Auf Dauer wird nur eine starke EU gewährleisten, dass Deutschlands Stimmer Gewicht in der Welt behält. Deutschland ist - obwohl flächenmäßig ein Zwerg - ein wirtschaftlicher Riese. Zieht Asien technologisch gleich auf, kann sich das schnell ändern.

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