Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.05.2013

16:15 Uhr

Milliardärsfamilie

Reimann forciert Börsengang der Parfümfirma Coty

Nach dem gescheiterten Übernahmeversuch der US-Kosmetikfirma Avon soll die Parfümfirma Coty nun mit aller Kraft an die Börse gebracht werden. Dazu haben die Alteigentümer nun konkretere Pläne.

Das Schild von Coty am Firmensitz in New York. dpa

Das Schild von Coty am Firmensitz in New York.

New YorkDie deutsche Milliardärsfamilie Reimann treibt den Börsengang ihrer Parfümfirma Coty voran. In einem ersten Schritt wollen die Alteigentümer Aktien im Wert von knapp 1,1 Milliarden Dollar (850 Mio Euro) an der New Yorker Börse verkaufen. Das geht aus dem am Dienstag aktualisierten Börsenprospekt hervor. Das einzelne Papier soll zwischen 16,50 und 18,50 Dollar kosten.

Coty ist eine Größe in der Parfümindustrie. Das Unternehmen steht hinter Düften wie Calvin Klein, Madonna, Joop oder Heidi Klum. Zudem stellt die Firma Kosmetik und Körperpflegeprodukte her etwa unter den Marken Manhattan und Adidas. Im vergangenen Geschäftsjahr lag der Umsatz bei 4,6 Milliarden Dollar.

Top-10-Kosmetikmarken nach Markenwert

11,8 Milliarden Euro

Olay (Oil of Olaz), USA

7,9 Millarden Dollar

Avon, USA

7,7 Milliarden Dollar

L'Oréal, Frankreich

6,2 Milliarden Dollar

Neutrogena, USA

5,6 Milliarden Dollar

Nivea, Deutschland

5,1 Milliarden Dollar

Lancôme, Frankreich

5 Milliarden Dollar

Dove, Großbritannien

3,7 Milliarden Dollar

Estée Lauder

3,3 Milliarden Dollar

Bioré, Japan

2,9 Milliarden Dollar

Shiseido, Japan

Quelle

Brand Finance / Markenwerte 2012, errechnet u.a. auf Basis von Umsatzerwartungen, Kundenbindung und durchsetzbaren Preisen

Coty war 2012 kurzzeitig ins Licht der Öffentlichkeit gerückt durch den letztlich gescheiterten Versuch, die US-Kosmetikfirma Avon zu übernehmen. Danach stießen die Eigentümer einen Börsengang von Coty an. Ein Chefwechsel und unruhige Märkte verzögerten das Vorhaben jedoch. Einen genauen Termin gibt es weiterhin nicht.

Hinter Coty steht die Familie Reimann mit Wurzeln in der Region Mannheim-Heidelberg. Ihre Holding JAB hält rund 82 Prozent der Anteile. Erst im April hatten die Reimanns angekündigt, den niederländischen Kaffeeröster und Senseo-Hersteller Master Blenders für rund 7,5 Milliarden Euro zu kaufen.

Der Ursprung des Imperiums geht auf eine von Johann Adam Benckiser und Karl Ludwig Reimann Mitte des 19. Jahrhunderts aufgebaute Chemiefabrik in Ludwigshafen zurück. Noch heute hält die Familie eine Minderheitsbeteiligung an dem deutsch-britischen Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser, der Clearasil, Kukident oder Calgon herstellt.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×