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21.10.2013

18:23 Uhr

Milliarden-Deal?

Air-Berlin-Partner Etihad verhandelt mit Boeing

Etihad soll mit Boeing über die Bestellung des Mini-Jumbos 777 verhandeln. Die Golf-Airline führt aber offenbar auch mit Airbus Gespräche. In Mexiko hat Airbus US-Konkurrent Boeing bereits ausgestochen.

Eine Boeing 777 (von Air China): Etihad Airways aus Abu Dhabi ist Großaktionär bei Air Berlin. ap

Eine Boeing 777 (von Air China): Etihad Airways aus Abu Dhabi ist Großaktionär bei Air Berlin.

Dubai/New YorkDer Air-Berlin-Partner Etihad Airways verhandelt offenbar über einen Milliardenauftrag mit dem US-Flugzeugbauer Boeing. Zum einen gehe es um die Bestellung von 25 bis 30 Maschinen des Mini-Jumbos 777, wie die Nachrichtenagentur Reuters von zwei Insidern erfuhr. Andererseits könnte die arabische Airline ihren Großauftrag von 41 Maschinen des neuen 787 Dreamliner um bis zu 30 Stück aufstocken.

Etihad wollte nichts dazu sagen. Boeing sprach allgemein von großem Interesse an den kleineren Maschinen, äußerte sich aber nicht zu konkreten Gesprächen.

Etihad verhandelt wie auch andere Fluggesellschaften mit Boeing und dessen Erzrivalen Airbus über den Kauf von großen Flugzeugen, wie vor kurzem aus Branchenkreisen verlautete. Beobachter halten eine Ankündigung für den 12. November für möglich, am zehnten Jahrestag des ersten Flugs von Etihad. Die Fluggesellschaft aus Abu Dhabi ist Großaktionär bei Air Berlin.

In Mexiko hat sich Airbus einen Milliardenauftrag in Mexiko gesichert und damit dem Erzrivalen Boeing einen Kunden ausgespannt. Die Billiggesellschaft Viva-Aerobus bestellte bei der EADS-Tochter 52 Maschinen des Typs A320, wie Airbus-Manager Rafael Alonso am Montag in Mexiko-Stadt sagte. Viva-Aerobus bezifferte das Volumen des Geschäftes auf 5,1 Milliarden Dollar nach Listenpreisen. Das erste Flugzeug soll im April ausgeliefert werden. 2021 soll die Transaktion abgeschlossen werden. Laut Viva-Aerobus-Chef Juan Carlos Zuazua vereinbarte die Fluggesellschaft außerdem eine Option über den Kauf 40 weiterer Airbus-Flieger.

Der europäische Konzern und der bisherige Viva-Aerobus-Lieferant Boeing hatten erbittert um die Bestellung gerungen. Beide kämpfen vor allem mit neuen, spritsparenden Modellen um Marktanteile. Die Viva-Aerobus-Flotte besteht bislang aus 19 Maschinen des Typs Boeing 737-300. Die Gesellschaft ist ein Gemeinschaftsunternehmen des mexikanischen Transportkonzerns Iamsa und der Eignerfamilie des irischen Billigfliegers Ryanair.

Von

rtr

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