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08.12.2014

17:47 Uhr

Milliarden-Investitionsprogramm

Modernisierungsoffensive bremst die Bahn aus

Die Deutsche Bahn hat ein riesiges Sanierungsprogramm mit hunderten Baustellen angekündigt. Allein 2015 werden 3800 Kilometer Schiene erneuert – nicht ohne erhebliche Folgen für den deutschlandweiten Bahnverkehr.

Gleisbauer der Deutschen Bahn während der Sanierung einer Bahnstrecke: Bund und Bahn stellen für den Zeitraum von 2015 bis 2019 gemeinsam 28 Milliarden Euro an Investionsmitteln zur Verfügung. dpa

Gleisbauer der Deutschen Bahn während der Sanierung einer Bahnstrecke: Bund und Bahn stellen für den Zeitraum von 2015 bis 2019 gemeinsam 28 Milliarden Euro an Investionsmitteln zur Verfügung.

BerlinWegen vieler Baustellen werden Bahnfahrer in den nächsten Jahren auf zahlreichen Strecken länger unterwegs sein. Die Deutsche Bahn stellte am Montag ein milliardenschweres Programm zur Sanierung ihrer Infrastruktur vor, durch das es an manchen Tagen bundesweit bis zu 850 Baustellen geben wird. Damit Kunden von den Arbeiten an Schienen, Weichen und Brücken möglichst wenig mitbekommen, sehen Fahrpläne teils erheblich längere Fahrzeiten vor.

Von 2015 bis 2019 würden unter anderem 17.000 Kilometer Schiene, 8700 Weichen und mindestens 875 Brücken erneuert, teilte die Bahn mit. Schon für das kommende Jahr plant die Bahn demnach die Erneuerung und Instandhaltung von 3800 Kilometern Schiene, 2000 Weichen, 2,5 Millionen Eisenbahnschwellen und rund vier Millionen Tonnen Schotter. Zudem sollen 125 Brücken erneuert werden.

Es handele sich um „das größte Modernisierungsprogramm, das es in der Infrastruktur der Bahn je gegeben hat“, erklärte Infrastruktur-Vorstand Volker Kefer. In den nächsten fünf Jahren stünden dafür 28 Milliarden Euro bereit. Das „oberste Ziel“ bei der Netzsanierung sei, „so wenig Einschränkungen für unsere Reisenden wie möglich“ zu verursachen, erklärte Kefer. Ganz ohne gehe es aber nicht.

Es sei eine „Kunst “, die Bauarbeiten so zu planen, dass die Kunden davon „so gut wie nichts mitbekommen, sagte der für Vertrieb und Fahrplan zuständige Vorstand der DB Netz AG, Jörg Sandvoß. So baue die Bahn teilweise in verkehrsarmen Zeiten an Wochenenden oder in der Nacht. Auch mit dem sogenannten „Bau unter rollendem Rad“, bei dem eine Strecke eingleisig weiter betrieben wird, habe der Konzern Erfahrung. Darüber hinaus könnten Züge umgeleitet werden, Strecken bei Sperrungen mit Schienenersatzverkehr bedient werden.

Um die Zahl und Dauer baubedingter Sperrungen so gering wie möglich zu halten, bündelt die Bahn die größten Maßnahmen in sogenannte Korridore. 2015 sind laut Kefer in über 80 Korridoren mehr als 500 Einzelmaßnahmen geplant. Allein für nächstes Jahr kündigte die Bahn 12.750 Baufahrpläne an.

Kommentare (2)

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Herr Teito Klein

08.12.2014, 19:25 Uhr

Die Bahn kommt - NICHT!
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Das ist nichts neues bei der Pannenbahn.
Verspätungen von über einer Stunde sind normal. Pünktlichkeit ist ein Fremdwort.
Wenn ein Shinkansen mehr als sechs Sekunden Verspätung hat, muss sich der Lokführer dafür schriftlich rechtfertigen.
Bei der DB wird er bei mehr als einer Stunde befördert.

Herr Wolfgang Trantow

08.12.2014, 19:32 Uhr

WEnn das Management vorsätzlich nichts investiert, sondern nur noch Boni auszahlt, dann kommt der Zeitpunkt, wo nichts mehr läuft und man etwas machen muß. Dann kommt es natürlich zu einer Häufung. Dies wissen allerdings nur Laien und keine Manager, Experten! Bei Laien kommt dies nie vor!

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