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10.06.2013

19:18 Uhr

Mischkonzern

Haniel will mit Takkt-Aktien Kasse machen

Um seine Schulden abzubauen, plant der Duisburger Mischkonzern Haniel seine Anteile am Versandhändler Takkt zu verkaufen. Zuletzt hatte der Konzern bereits seine Beteiligung an der Metro zurückgefahren.

Durch Verkäufe treibt Haniel seinen Schuldenabbau weiter voran. dpa

Durch Verkäufe treibt Haniel seinen Schuldenabbau weiter voran.

StuttgartDer Duisburger Mischkonzern Haniel will sich weiter entschulden und dafür seine Beteiligung am Versandhändler Takkt abschmelzen. Nach Billigung durch den Aufsichtsrat könnten bis zu 13,4 Millionen Takkt-Aktien bei institutionellen Anlegern platziert werden, teilte der Familienkonzern am Montag mit. Haniel würde damit gemessen am Schlusskurs von Montag knapp 172 Millionen Euro einnehmen. Die Beteiligung würde dann auf gut 50 von derzeit gut 70 Prozent sinken, Haniel bliebe damit weiter Mehrheitsaktionär bei Takkt in Stuttgart.

„Mit der möglichen Reduktion der Anteilshöhe an der Takkt setzt Haniel seinen im letzten Herbst eingeschlagenen Weg der Portfolio-Anpassung fort“, teilte der Konzern mit. Zuletzt war die Beteiligung am Handelskonzern Metro auf gut 30 und die am Pharmahändler Celesio auf gut 50 Prozent abgebaut worden. Insgesamt sanken die Nettoschulden der Holding um rund 550 Millionen Euro auf 1,9 Milliarden Euro. Für Haniel sei die Schaffung finanzieller Spielräume eine wesentliche Voraussetzung für den Einstieg in neue Geschäftsmodelle und somit eine bessere Balance des Beteiligungsportfolios, begründete der auch am Arbeitsleidungs-Hersteller CWS-boco sowie am Recycling-Unternehmen ELG beteiligte Konzern seine Pläne.

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Durch die Transaktion könne sich zudem der Streubesitz bei Takkt erhöhen, die Stuttgarter könnten dadurch neue Investoren gewinnen. Mit der Vorbereitung der geplanten Aktien-Transaktion seien die Banken Morgan Stanley und Berenberg beauftragt worden. Takkt teilte mit, man begrüße das Vorhaben des Großinvestors und dessen Absicht, langfristig Mehrheitsaktionär bleiben zu wollen. Die mögliche Erhöhung des Streubesitzes um bis zu 69 Prozent verbessere die Liquidität der Aktie deutlich.

Von

rtr

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