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15.09.2012

15:04 Uhr

Mobiles Marketing

Mit nützlichen Apps zum Erfolg

VonMathias Peer

Kleine Programme, sogenannte Apps, erobern die Smartphone-Welt. Unternehmen setzen deshalb verstärkt auf Marketing-Apps. Die Kunst liegt darin, Nutzer zum Download zu motivieren. Ein großer Name reicht dafür nicht aus.

Alle Smartphones und Tablets funktionieren mit Mini-Anwendungen, sogenannten Apps (applications). dapd

Alle Smartphones und Tablets funktionieren mit Mini-Anwendungen, sogenannten Apps (applications).

KölnZwei Minuten lang wischt Nico Rosberg über sein iPad. Er wählt zwischen einem guten Dutzend Felgenarten, drei verschiedenen Sitztypen und diversen Lederbezügen. Am Ende sucht sich der Formel-1-Fahrer und Mercedes-Werbestar noch eine Farbe aus, dann ist er fertig: der individuell konfigurierte A250. Weiß lackiert, brandneu - aber lediglich virtuell.

Mit der iPad-App, die Rosberg vergangenen Donnerstag bei der Eröffnung eines neu gestalteten Mercedes-Showrooms in Mailand vorführte, will der Autohersteller die Markteinführung der dritten A-Klasse-Generation auch in der digitalen Welt kräftig vorantreiben - und die Wartezeit bis zur Auslieferung verkürzen. Wer mit Hilfe der Applikation sein Wunschauto gefunden hat, kann es per Knopfdruck seinen Freunden auf Facebook und Twitter zeigen. Aus Sicht von Mercedes passt das perfekt zum Kampagnenthema der „vernetzten Mobilität“.

Deutlicher Ausbau geplant

Applikationen für Smartphones oder Tablet-Computer rücken nicht nur bei Mercedes ins Zentrum der Werbeaktivitäten. Das mobile Marketing weiter voranzutreiben, steht derzeit ganz oben auf der Agenda der Verantwortlichen. Das ergab eine weltweit durchgeführte Umfrage des IT-Konzerns IBM im Sommer dieses Jahres. Demnach planen 34 Prozent der Marketingmanager im kommenden Jahr einen Ausbau der mobilen Werbemaßnahmen. Noch nie zeigte die jährlich aktualisierte IBM-Studie eine derart hohe Steigerungsrate für eine einzelne Marketingtaktik.

Die Unternehmen wollen laut Studie die Nutzer von Smartphones nicht mehr wie bisher üblich primär mit Rabattaktionen an sich binden, sondern potenzielle Kunden auf den mobilen Endgeräten künftig stärker direkt ansprechen. Apps, also kleine, eigenständige Anwendungen, die auf dem Gerät laufen, werden bereits jetzt in fast jeder zweiten Firma zu diesem Zweck eingesetzt.

Doch vielen Unternehmen fällt es nach wie vor schwer, ihre Werbebotschaften via App unters Volk zu bringen. „Es gibt immer noch eine entscheidende Fehleinscätzung“, sagt Jan Gessenhardt, Geschäftsführer der Agentur Aperto Move. „Die Aktivitäten zielen bisher meist darauf ab, die bestehenden Ansätze aus anderen Werbekanälen lediglich eins zu eins auf Smartphones zu übertragen.“ Dabei werde unterschätzt, dass das mobile Nutzungsverhalten ganz anders ausfalle als beispielsweise beim Surfen am PC.

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