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29.09.2014

15:57 Uhr

Modedesignerin

Frau Prada hat Ärger mit der Steuerbehörde

Die Enkelin des berühmten Modeschöpfers ist ins Visier der italienischen Justizbehörde geraten. Ihre Steuererklärungen werden erneut geprüft. Das Beispiel von Dolce & Gabbana zeigt, wie ernst es dem Staat ist.

Muiccia Prada und ihr Ehemann Patrizio Bertelli müssen sich einer erneuten Steuerprüfung unterziehen. Reuters

Muiccia Prada und ihr Ehemann Patrizio Bertelli müssen sich einer erneuten Steuerprüfung unterziehen.

Die italienische Steuerbehörde knöpft sich die nächsten Luxusdesigner vor. Nach Bulgari und Dolce & Gabbana müssen sich auch Miuccia Prada und ihr Ehemann Patrizio Bertelli einer erneuten Steuerprüfung unterziehen. Wie das Unternehmen Prada in einer Mitteilung bekannt gab, untersuchen die Ermittler „die Richtigkeit einiger früheren Steuererklärungen“ des Ehepaars in Bezug auf ihre Unternehmen im Ausland.

Nach Angaben des Luxuskonzerns sind weder das Unternehmen selbst noch seine Tochtergesellschaften von der Prüfung betroffen. Das sagte zumindest Vorstand Carlo Mazzi in einem Statement.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die italienische Regierung ihre Luxusdesigner vornimmt. Im März 2013 beschlagnahmte die Polizei rund 46 Millionen Euro an Vermögenswerten von Führungskräften des Juweliers Bulgari wegen versuchter Steuerhinterziehung.

Die größten Textilhändler in Deutschland

Rang 10

Tchibo / Ernsting's Family
Die Unternehmen aus Hamburg und Coesfeld teilen sich den zehnten Platz mit einem Umsatz von 1,01 Milliarden Euro. Damit schlugen sie 2014 aber etablierte Modefilialisten wie Esprit, Inditex oder den Onlinehändler Zalando.

Quelle: „Textilwirtschaft“

Rang 9

Aldi-Gruppe
Die beiden Discounter (Aldi Nord/Aldi Süd) erzielten 2013 einen geschätzten Textilumsatz von 1,04 Milliarden Euro, ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr. Damit kann Aldi Rang neun verteidigen.

Rang 8

Lidl
Die Neckarsulmer liegen mit einem Textilumsatz von rund 1,08 Milliarden Euro auf Rang acht.

Rang 7

Tengelmann
Die Mülheimer, die rund 82 Prozent der Billig-Kette Kik besitzen, erwirtschafteten 2014 einen geschätzten Jahresumsatz von rund 1,3 Milliarden Euro, ein leichtes Plus zum Vorjahr.

Rang 6

Peek & Cloppenburg
Die Düsseldorfer belegen in der Rangfolge der größten Textileinzelhändler in Deutschland mit einem Jahresumsatz von 1,34 Milliarden Euro Platz sechs.

Rang 5

Karstadt
Deutlich geschrumpft ist erneut der Umsatz bei Karstadt - nach „Textilwirtschaft“-Schätzung um mehr als 300 Millionen Euro auf 1,58 Milliarden Euro. Dennoch wird Platz fünf verteidigt.

Platz 4

Metro
Die Düsseldorfer Metro-Group schafft mit Textilien im Jahr 2014 geschätzte 2,25 Milliarden Euro Umsatz.

Platz 3

C&A
Noch ein Düsseldorfer Unternehmen - mit einem Jahresumsatz von 2,9 Milliarden Euro ist C&A der drittgrößte Textileinzelhändler in Deutschland. Allerdings sind die Einnahmen seit Jahren rückläufig.

Platz 2

H&M
Die schwedische Modekette H&M steigert den Umsatz 2014 deutlich. Die Erlöse belaufen sich in Deutschland auf 3,8 Milliarden Euro.

Platz 1

Otto
Der größte Textileinzelhändler in Deutschland bleibt der Hamburger Versandhändler Otto Group mit einem Textil-Jahresumsatz von 4,2 Milliarden Euro im Jahr 2014.

Besonders hart traf die doppelte Genauigkeit die beiden Designer Domenico Dolce und Stefano Gabbana. Die Gründer von Dolce & Gabbana wurden zu 18 Monaten Haft verurteilt, weil sie rund 40 Millionen Euro an Steuern für eine ihrer Firmen nicht bezahlt haben sollen. Die beiden Designer bestreiten dies.

Auch Prada muss nun möglicherweise mit einer Strafe rechnen. An der Börse in Hong Kong fiel die Aktie direkt um 0,9 Prozent. Auch die Wertpapiere anderer Luxusdesigner verloren daraufhin an Wert.

Nach Angaben der italienischen Modekette gab es bereits eine freiwillige Offenlegung der Geschäftsführer, die zu einer Vereinbarung geführt habe, die die Ansprüche der italienischen Steuerbehörden komplett zufrieden gestellt habe.

Der Handtaschenhersteller musste im ersten Halbjahr ein Minus von 21 Prozent beim Nettoergebnis hinnehmen. Besonders die Nachfrage in Asien und Europa blieb schwach. Auch LVMH, die unter anderem die Louis-Vuitton-Taschen verkaufen, sowie der Gucci-Besitzer Kering hatten ebenfalls Rückgänge beim Nettoergebnis vorgelegt.

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