Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.03.2014

14:55 Uhr

Modefirma

Bonita reißt Tom Tailor in die Verlustzone

Debüt für den Modekonzern Tom Tailor: Erstmals hat das Unternehmen Verluste geschrieben. Doch nicht nur die zugekaufte Modekette Bonita ist verantwortlich für die roten Zahlen.

Tom-Tailor-Vorstandschef Dieter Holzer (Bild von 2011) blickt trotz des negativen Ergebnisses optimistisch in die Zukunft. dpa

Tom-Tailor-Vorstandschef Dieter Holzer (Bild von 2011) blickt trotz des negativen Ergebnisses optimistisch in die Zukunft.

DüsseldorfErstmals seit dem Börsengang hat der Modekonzern Tom Tailor rote Zahlen geschrieben. Der Grund dafür seien die Kosten für die Integration der zugekauften Modekette Bonita und deren schwache Ergebnisentwicklung gewesen, erklärte Vorstandschef Dieter Holzer in dem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht. Netto fiel 2013 ein Verlust von 16,2 Millionen Euro an nach einem Gewinn von 3,1 Millionen im Jahr zuvor.

Holzer, dessen Vertrag zuletzt bis 2020 verlängert wurde, stellte aber eine bessere Entwicklung in Aussicht: Er rechne insgesamt mit einer positiven Entwicklung und einer Verbesserung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Hausaufgaben bei Bonita seien weitestgehend gemacht.

Die Bonita-Kollektionen für ältere Käufer sollen schneller an die Modetrends angepasst werden, sagte Vorstandschef Dieter Holzer am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Die Änderungen sollten im Herbst/Winter erstmals Wirkung zeigen. „Die Marke hat Potenzial, aber wir brauchen Zeit.“ Zwei Jahre nach der Übernahme wurde Bonita 2013 erstmals ganzjährig konsolidiert - mit Erlösen von 351 Millionen Euro. Dieses Umsatzniveau solle auch 2014 mindestens stabilisiert werden, sagte Holzer. Die Bekleidung wird in rund 1000 Läden verkauft.

Tom-Tailor-Marke: Schwaches Weihnachtsgeschäft bremst Bonita

Tom-Tailor-Marke

Schwaches Weihnachtsgeschäft bremst Bonita

Ein Zukauf macht Probleme: Die Tom-Tailor-Tochter Bonita hat ein enttäuschendes Jahr hinter sich. Nun greift der Mutterkonzern durch und schickt einen seinen Vorstände ins Unternehmen. Er soll das Geschäft beleben.

Für 2014 streben die Hamburger einen Umsatz von mehr als 950 Millionen Euro und eine bereinigte Marge für das operative Ergebnis (Ebitda) von zehn (Vorjahr: 8,5) Prozent an. Rabattschlachten hatten Tom Tailor 2013 auch ohne die Belastungen bei Bonita einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) stieg zwar um 16 Prozent auf rund 77 Millionen Euro, blieb aber deutlich unter den angepeilten 85 bis 95 Millionen Euro zurück. Der Umsatz schnellte durch die zugekaufte Modekette Bonita auf 907,2 (Vorjahr: 629,7) Millionen Euro.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×