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23.01.2013

10:29 Uhr

Modefirma

Neue Filialen helfen Gerry Weber

Der Modekonzern Gerry Weber erzielt Rekordwerte bei Umsatz und Gewinn. Doch der Firmenchef sieht noch Raum für weiteres Wachstum. Weber will vor allem im Ausland weitere Filialen eröffnen.

Gerry Weber peilt weiteres Wachstum an. dpa

Gerry Weber peilt weiteres Wachstum an.

DüsseldorfDer Damenmode-Konzern Gerry Weber lässt sich auf seinem Rekord- und Expansionskurs nicht stoppen. Nach Bestmarken im vergangenen Jahr will Konzernlenker Gerhard Weber sein internationales Geschäft weiter ausbauen und erneut Umsatz und Gewinn steigern. Er kündigte am Mittwoch an, vor allem Länder außerhalb Europas ins Visier zu nehmen. Dabei nannte er Russland, den Mittleren Osten, Skandinavien sowie Kanada und die USA. Insgesamt will Weber in dem seit November laufenden Bilanzjahr 2012/13 65 bis 75 Läden eröffnen und in Eigenregie führen.

Der umtriebige Firmengründer setzt wie auch andere Modekonzerne - etwa Hugo Boss - auf das eigene Ladennetz, das in der Regel höhere Renditen als das Großhandelsgeschäft abwirft. In den vergangenen drei Jahren verdoppelte Gerry Weber die Zahl der in Eigenregie geführten Läden auf rund 490.

Die größten Textileinzelhändler Europas

Der Bekleidungsmarkt in Europa

Auch wenn es viele bekannte Modeketten gibt – ihr jeweiliger Marktanteil ist recht gering. Das hängt nur teilweise mit dem Online-Handel zusammen. Vor allem vertreiben auch Discounter wie Aldi oder Lidl viel Bekleidung. Die Daten beziehen sich auf das Jahr 2012.

H&M

4,71 Prozent Marktanteil in Europa

Inditex (Zara u.a.)

3,93 Prozent

C&A

2,21 Prozent Marktanteil

Marks&Spencer

1,68 Prozent

Next

1,53 Prozent

Primark

1,36 Prozent

Arcadia

1,2 Prozent

Esprit

0,85 Prozent

TK Maxx

0,8 Prozent

Kik

0,65 Prozent

Quelle

Mintel (über statista.de)

Neueröffnungen aber auch Zukäufe brachten dem Damenmoden-Hersteller im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 ein Umsatzplus von 14,2 Prozent auf 802,3 Millionen Euro. Der operative Gewinn legte ersten Berechnungen zufolge um 16,4 Prozent auf 115,9 Millionen Euro zu. Damit erreichte die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) 14,5 (Vorjahr: 14,2) Prozent. Die Aktionäre dürfen angesichts der Gewinnsteigerung auf eine höhere Dividende hoffen. Eine Konzernsprecherin erklärte, Gerry Weber halte an der Ausschüttungsquote von 40 bis 45 Prozent des Gewinns fest. Für 2010/11 hatten die Anteilseigner 65 Cent je Aktie erhalten.

Für das laufende Jahr kündigte Weber einen Umsatzanstieg auf 890 bis 900 Millionen Euro an und ein Ebit von 131 bis 135 Millionen Euro. 2014/15 soll dann die Milliarden-Umsatzgrenze geknackt werden.

An der Börse kamen die Nachrichten der 1973 gegründeten Modefirma gut an: Der MDax-Titel notierte mit 35,84 Euro 1,4 Prozent im Plus.

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rtr

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