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11.08.2015

11:35 Uhr

Modefirma

Tom Tailor startet Expansion in China

Tom Tailor will nach China expandieren. In Shanghai hat die deutsche Modefirma bereits einen Showroom eröffnet. Bei den China-Plänen hilft auch der Anteilseigner Fosun.

Die Tochter Bonita beschert der Modefirma weiter Verluste. Der Umsatz des Unternehmens ist jedoch gestiegen. dapd

Filiale von Tom Tailor

Die Tochter Bonita beschert der Modefirma weiter Verluste. Der Umsatz des Unternehmens ist jedoch gestiegen.

DüsseldorfDie Modefirma Tom Tailor hat im Zuge ihrer ehrgeizigen Expansionsziele nun China ins Visier genommen. „Wir haben begonnen, uns den chinesischen Markt zu erschließen und in einem ersten Schritt einen Showroom in Shanghai eröffnet“, sagte Firmenchef Dieter Holzer am Dienstag im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Als Partner habe sich dabei der chinesische Investor Fosun entpuppt, der rund 23 Prozent an der Hamburger Firma hält und mit zwei Vertretern im Aufsichtsrat sitzt. „Fosun unterstützt uns bei der Expansion in China.“

Holzer will allein in diesem Jahr 100 neue Läden im In- und Ausland eröffnen und 200 bis 250 Flächen bei Handelspartnern (Shop-in-Shop). Die Expansionskosten sorgten allerdings im ersten Halbjahr für einen höheren Verlust. Die Sommerkollektionen von Tom Tailor und Bonita kamen derweil bei den Kunden an, so dass die Erlöse in den ersten sechs Monaten stiegen. „Wir sind mit der Entwicklung in der ersten Jahreshälfte insgesamt zufrieden“, so Holzer. „Wir haben im ersten Halbjahr Marktanteile gewonnen und sind zuversichtlich, in den kommenden Monaten unsere Profitabilität zu verbessern.“

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Die Früchte der Expansion und Reorganisation will Holzer im kommenden Jahr ernten. „2016 werden wir unser Ergebnis gegenüber diesem Jahr verbessern." Für 2015 bekräftigte Holzer, den Umsatz „moderat im einstelligen Prozentbereich zu steigern und eine bereinigte Ebitda-Marge auf Vorjahresniveau zu erzielen.“

Während der Textilmarkt insgesamt in den ersten sechs Monaten um zwei Prozent schrumpfte, legte der Tom-Tailor-Umsatz um 3,8 Prozent auf 441,5 Millionen Euro zu. Bonita erwirtschaftete davon 159 Millionen Euro, ein Plus von 3,4 Prozent. Expansionskosten sorgten indes für einen Rückgang des operativen Gewinns (Ebitda) um knapp 14 Prozent auf 26,3 Millionen Euro. Die Ebitda-Marge erreichte damit 5,4 (Vorjahr: 6,9) Prozent. Der Nettoverlust stieg um 55 Prozent auf 8,2 Millionen Euro.

Die Mode-Trends 2015

Safari

Chanel, Ralph Lauren und Rag & Bone begeben sich jenseits von Afrika auf Stilsafari und kombinieren Khakifarben zu Erdtönen und glamourösem Gold, langen Mänteln und Sandalen. Edle Stoffe wie Seide und Wildleder geben dem Look eine besondere Note. Toll dazu: Ethno-Accessoires.

Quelle: brigitte.de

New Denim

Auf den Fashion Weeks waren die Designer plötzlich alle verliebt in Denim von Kopf bis Fuß. Farblich lautet das Motto für 2015: Back to Basic. Die Töne reichen von Mittelblau bis zu dunklem Raw Denim, dabei verzichten die Designer auf Waschungen oder Dekor. Was die Schnitte und Formen angeht, wird Denim vielseitig: Jeansröcke in Mini- und Midilänge, weite Jeans-Culottes, Jeans mit Schlag, Jeansjacken, -Overalls und -Kleider. Alles ist erlaubt, solange Farbe und Waschung schlicht ist.

Clogs

Die Schuhe mit Holzsohle sind zurück – egal, ob als Sandale, Schlappen oder klassisch. Auf dem Laufsteg waren Clogs zum Beispiel bei Prada – in Kombination mit Söckchen – zu sehen. Günstigere Alternativen finden sich zum Beispiel bei Moheda, dem Klassiker aus Schweden, oder bei Softclox.

Niedliche Accessoires

Kulleraugen, Comic-Gesichter, Emoticons, und Sticker – überall ist es plötzlich niedlich, bunt und lustig. Schließlich darf man Mode mit Humor nehmen und nichts verpasst Ihrem Look so schnell ein Augenzwinkern wie bunte Ledersticker auf Ihrer Handtasche oder ein Portemonnaie im „Monster-Look“.

Siebziger

Was im letzten Jahr schon ordentlich Fahrt aufnahm, ist jetzt nicht mehr zu stoppen: die Schlaghose ist als „neue“ Hosenform quasi gesetzt, hippieske und bodenlange Kleider bestimmen den Sommer, Fransen, Silbersandalen und Blümchenblusen spielen die oscarverdächtigen Nebenrollen.

Gelb

Gelb ist auch im Frühjahr 2015 ein stilsicherer Begleiter in Richtung Sommer. Denn die Gute-Laune-Farbe bringt modische Mitspieler erst so richtig schön zur Geltung und ist ein beliebtes Kontrastmittel – sei es ein sonnengelber Rock zum dunkelblauen Jeanshemd oder ein zitrusfarbener Mantel zum Khaki-Look.

Overall

Bereits letzte Saison der heimliche Liebling der Designer, avanciert der Overall nun zum lässigen Sommerstar. Und zeigt sich vielseitig wie nie. Ob zarte Nude-Töne oder maskuliner Workwear-Look: mit hohen Schuhen, Taillenbetonung, Schmuck und roten Lippen bleibt’s trotzdem schön weiblich.

Marsala

Marsala heißt die Pantone-Trendfarbe fürs neue Jahr und ist – wie der gleichnamige sizilianische Likör – ein Mix aus Rostbraun und Dunkelrot. Die eigentlich eher herbstlich anmutende Farbe ist das Schlüsselelement vieler aktueller Sommerkollektionen und lässt sich von Kopf bis Fuß tragen. Aber auch Nude-und Erdtöne, Weiß, Grau oder Schwarz sind eindrucksvolle Gegenspieler.

Spitze

Ein Frühling, in dem Spitze kein Trend war, gibt es vermutlich nicht. Zumal die neue Hochzeitssaison vor der Tür steht und die Dessins gar nicht zart genug sein können. Trotzdem, Spitze ist spitze und getragen wird sie diese Saison entweder pur oder im raffinierten Stilmix mit groben Stoffen wie Strick, Wolle oder Leder.

Orange

Sie ist mutig und lässt in diesem Frühjahr und Sommer leuchten: orange ist eine der neuen Trendfarben 2015 und macht bereits jetzt Lust auf die Sonne. Ob als Rüschen-Top mit blaugrauem A-Linien-Rock oder als Allover-Look – Orange sind 2015 fast keine Grenzen gesetzt. Wer es lieber langsam angehen möchte, kombiniert einen orangefarbenen Blazer mit einem weißen Top und einer zartblauen Stoffhose. Auch harte Kontraste sind erlaubt. So bilden Modefarbe Orange und Dauerbrenner Schwarz ein ideales Paar. Cremetöne sind ebenfalls erlaubt, wenn es der Teint hergibt. Dazu goldener Schmuck.

Tom Tailor hatte Bonita Mitte 2012 übernommen. Die Integration verlief holprig und sorgte zwischenzeitlich für Verluste im Konzern. Inzwischen hat Holzer die Kette mit ihrer Mode für über 40-Jährige umgekrempelt, den Vertrieb gestrafft, neue Kollektionen entwickelt und den Geschäften ein moderneres Image verliehen.

Von

rtr

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