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17.12.2015

12:15 Uhr

Modekette aus Irland

Deutliche Tariferhöhung bei Primark

Mitarbeiter der Modekette Primark werden künftig nach regionalem Tarif bezahlt. Der Textildiscounter und die Gewerkschaft Verdi haben eine Einigung erzielt. Nicht nur die Zuschläge werden deutlich erhöht.

Die Tarife der Beschäftigten werden in naher Zukunft deutlich steigen. dpa

Modekette Primark

Die Tarife der Beschäftigten werden in naher Zukunft deutlich steigen.

BerlinFür die rund 7000 Beschäftigten des Textildiscounters Primark gelten künftig die regionalen Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels. Auf eine entsprechende Tarifbindung verständigten sich die Modekette und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in der Nacht zum Donnerstag in Essen, wie die Gewerkschaft in Berlin mitteilte. Die Anerkennung der regionalen Tarifverträge bei Primark wird demnach in Stufen umgesetzt.

Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger bezeichnete die Vereinbarung als großen Erfolg und „ein enorm wichtiges Signal für die gesamte Branche“. „Die Beschäftigten profitieren künftig von deutlichen Entgeltsteigerungen, besseren Zuschlags- und Sonderzahlungsregelungen sowie der Anerkennung ihrer Berufsjahre bei Primark, die für viele Beschäftigte zusätzlich zu spürbar mehr Entgelt führt.“

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„Die Kritik trifft uns“: Der Textildiscounter Primark verteidigt sein Modell. Außerdem seien die Produktionsbedingungen der Kette „sehr gut“, sagt Nordeuropa-Chef Krogmann. Man verführe niemanden zu gedankenlosem Konsum.

Die Einigung sieht vor, dass für die Primark-Beschäftigten ab dem kommenden Mai eine neue, verbesserte Entgelttabelle gilt. Nach einer erneuten, zweiprozentigen Tariferhöhung zum 1. Oktober 2016 erfolgt dann die volle Anerkennung der regionalen Lohn- und Gehaltstarifverträge zum 1. Mai 2017. Allein die Anerkennung der bei Primark geleisteten Berufsjahre bedeutet für die Beschäftigten dabei laut Gewerkschaft Entgeltsteigerungen von zum Teil drei Euro oder mehr in der Stunde.

Die volle Anerkennung der manteltariflichen Regelungen erfolgt dann zum 1. Mai 2018. Bis dahin werden auch hier stufenweise Angleichungen vorgenommen. So werden etwa ab Mai 2016 die Mehrarbeitszuschläge erhöht und ab Oktober 2016 Spätzuschläge eingeführt. Auch die Nacht- und Sonntagszuschläge sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld werden angeglichen und damit erhöht.

Von

afp

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