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03.06.2014

08:44 Uhr

Modekette

Gerry Weber will in Norwegen expandieren

Der deutsche Modekonzern setzt immer stärker auf eigene Läden – künftig auch in Norwegen. Dort will Gerry Weber 25 Modeläden von einem Franchisepartner übernehmen. Doch Norwegen ist offenbar nur ein Zwischenstopp.

Gerry Weber setzt auf eigene Läden – auch in Norwegen. dpa

Gerry Weber setzt auf eigene Läden – auch in Norwegen.

DüsseldorfDie Modefirma Gerry Weber nimmt im Zuge ihrer Expansionsstrategie Norwegen ins Visier. In einem ersten Schritt übernehme der Konzern für 14 Millionen Euro von einem Franchisepartner dessen acht Gerry-Weber-Häuser und 17 weitere Modeläden, teilte Gerry Weber am Dienstag mit. Darüber hinaus sei geplant, in den kommenden Jahren zehn bis 15 neue „Houses of Gerry Weber“ in Norwegen zu eröffnen. „Wir sehen großes Potenzial für unsere drei Markenfamilien Gerry Weber, Taifun und Samoon auf dem norwegischen Markt“, sagte Ralf Weber, Vorstandsmitglied und Sohn des scheidenden Konzernchefs Gerhard Weber.

Parallel dazu werde geprüft, ob die 17 Läden, in denen derzeit diverse Modemarken verkauft werden, in Markengeschäfte der Gerry-Weber-Gruppe umgewandelt werden. Erklärtes Ziel von Konzernchef Weber ist es, mit den weltweit in Eigenregie geführten Filialen 50 Prozent des Konzernumsatzes zu erzielen. Zuletzt lag der Anteil bei rund 45 Prozent.

Die größten Textilhändler in Deutschland

Rang 10

Tchibo / Ernsting's Family
Die Unternehmen aus Hamburg und Coesfeld teilen sich den zehnten Platz mit einem Umsatz von 1,01 Milliarden Euro. Damit schlugen sie 2014 aber etablierte Modefilialisten wie Esprit, Inditex oder den Onlinehändler Zalando.

Quelle: „Textilwirtschaft“

Rang 9

Aldi-Gruppe
Die beiden Discounter (Aldi Nord/Aldi Süd) erzielten 2013 einen geschätzten Textilumsatz von 1,04 Milliarden Euro, ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr. Damit kann Aldi Rang neun verteidigen.

Rang 8

Lidl
Die Neckarsulmer liegen mit einem Textilumsatz von rund 1,08 Milliarden Euro auf Rang acht.

Rang 7

Tengelmann
Die Mülheimer, die rund 82 Prozent der Billig-Kette Kik besitzen, erwirtschafteten 2014 einen geschätzten Jahresumsatz von rund 1,3 Milliarden Euro, ein leichtes Plus zum Vorjahr.

Rang 6

Peek & Cloppenburg
Die Düsseldorfer belegen in der Rangfolge der größten Textileinzelhändler in Deutschland mit einem Jahresumsatz von 1,34 Milliarden Euro Platz sechs.

Rang 5

Karstadt
Deutlich geschrumpft ist erneut der Umsatz bei Karstadt - nach „Textilwirtschaft“-Schätzung um mehr als 300 Millionen Euro auf 1,58 Milliarden Euro. Dennoch wird Platz fünf verteidigt.

Platz 4

Metro
Die Düsseldorfer Metro-Group schafft mit Textilien im Jahr 2014 geschätzte 2,25 Milliarden Euro Umsatz.

Platz 3

C&A
Noch ein Düsseldorfer Unternehmen - mit einem Jahresumsatz von 2,9 Milliarden Euro ist C&A der drittgrößte Textileinzelhändler in Deutschland. Allerdings sind die Einnahmen seit Jahren rückläufig.

Platz 2

H&M
Die schwedische Modekette H&M steigert den Umsatz 2014 deutlich. Die Erlöse belaufen sich in Deutschland auf 3,8 Milliarden Euro.

Platz 1

Otto
Der größte Textileinzelhändler in Deutschland bleibt der Hamburger Versandhändler Otto Group mit einem Textil-Jahresumsatz von 4,2 Milliarden Euro im Jahr 2014.

Von

rtr

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