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26.09.2013

10:44 Uhr

Modekette

H&M ist der Renner in Asien

Das schwedische Modehaus H&M schwimmt weiterhin auf einer Welle des Erfolgs. Auch im dritten Quartal des Jahres konnte der Konzern seinen Umsatz steigern. Vor allem in Asien kam die Sommerkollektion gut an.

Filiale des schwedischen Modehauses Hennes & Mauritz in Frankfurt: Die Zahlen des Unternehmens erfreuen die Chefs. dpa

Filiale des schwedischen Modehauses Hennes & Mauritz in Frankfurt: Die Zahlen des Unternehmens erfreuen die Chefs.

StockholmDie schwedische Modekette Hennes & Mauritz (H&M) hat mit ihrer Sommerkollektion vor allem in Asien und Europa gepunktet und einen überraschend hohen Gewinn eingefahren. Der Vorsteuergewinn kletterte im dritten Quartal um 19 Prozent verglichen zum Vorjahr auf umgerechnet 672 Millionen Euro, wie die zweitgrößte Bekleidungskette weltweit nach der spanischen Zara-Mutter Inditex am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz stieg, wie bereits mitgeteilt, um elf Prozent. Auch blieb dem Konzern von jedem Euro Umsatz mehr Gewinn: Die Gewinnmarge verbesserte sich im Quartal von Juni bis August auf 58,8 Prozent von 58,2 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Sowohl Gewinn als auch Rendite fielen damit besser aus als von Experten erwartet. In den ersten 24 Tagen im September, dem ersten Monat des vierten Geschäftsquartals, lag der Umsatz zudem um acht Prozent über Vorjahresniveau, wie H&M mitteilte.

Anleger reagierten erfreut: Die Titel verteuerten sich an der Börse in Stockholm im frühen Geschäft um gut sechs Prozent. Zeitweise kletterten sie um bis zu acht Prozent auf ein Rekordhoch von 285 Kronen.

Die größten Textileinzelhändler Europas

Der Bekleidungsmarkt in Europa

Auch wenn es viele bekannte Modeketten gibt – ihr jeweiliger Marktanteil ist recht gering. Das hängt nur teilweise mit dem Online-Handel zusammen. Vor allem vertreiben auch Discounter wie Aldi oder Lidl viel Bekleidung. Die Daten beziehen sich auf das Jahr 2012.

H&M

4,71 Prozent Marktanteil in Europa

Inditex (Zara u.a.)

3,93 Prozent

C&A

2,21 Prozent Marktanteil

Marks&Spencer

1,68 Prozent

Next

1,53 Prozent

Primark

1,36 Prozent

Arcadia

1,2 Prozent

Esprit

0,85 Prozent

TK Maxx

0,8 Prozent

Kik

0,65 Prozent

Quelle

Mintel (über statista.de)

H&M macht den Großteil seines Geschäfts in Europa. Dort hatten sich die Verbraucher, vor allem in den schuldengeplagten südeuropäischen Ländern, zuletzt aber zurückgehalten. H&M-Chef Karl-Johan Persson sagte, auch in Deutschland, Frankreich und Italien lief die Sommerkollektion gut. Zudem seien weniger reduzierte Artikel verkauft worden als im vergangenen Jahr.

Experten sehen H&M auf gutem Weg, eine längere Durststrecke mit mauer Umsatzentwicklung zu beenden. "H&M hat hier wirklich die Kurve gekriegt", sagte ein Analyst mit Blick auf die besseren Gewinnmargen. In dem Modesegment mit vergleichsweise moderaten Preisen tobt ein harter Konkurrenzkampf. Das Unternehmen führte die positive Entwicklung auch auf die gesenkten Kosten zurück. Beim Rivalen Inditex verlief das erste Halbjahr schwierig. Doch auch die Spanier berichteten über Verbesserungen im dritten Quartal und erwarten eine baldige Geschäftsbelebung.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Amadei

26.09.2013, 11:44 Uhr

ZARA ist in Asien (Japan und Korea) ein Luxuslabel.
H&M dagegen ist ein Schrott, den sich jeder Mensch leisten kann.

Würden die meisten Produkte von ZARA genauso teuer sein wie die von H&M in Asien, dann möchte ich mal sehen, ob H&M noch ne Chance hat gegen ZARA.

Außerdem macht ZARA Geld größtenteils mit Fabriken, die mehrere Marken produzieren (Darunter H&M).

Wer nur Kleidungen paar mal tragen und nachher wegschmeissen will, ist H&M der richtige Partner.

clay

26.09.2013, 12:16 Uhr

welche Fabriken sind sicher in Bangladesh und was verdient ein Arbeiter dort das H&M so gut abschneided?

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