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31.03.2014

17:42 Uhr

Modekette

Insolvenzverfahren bei Strauss Innovation

Die kriselnde Handelskette Strauss Innovation will sich in einem Insolvenzverfahren sanieren. Sie kündigt 200 Mitarbeitern und schließt 17 Filialen. So sollen die restlichen Arbeitsplätze erhalten werden.

Schwarze Wolken über einer Strauss-Filiale: Die Modekette ist in einer finanziellen Schieflage. dpa

Schwarze Wolken über einer Strauss-Filiale: Die Modekette ist in einer finanziellen Schieflage.

DüsseldorfDas Amtsgericht Düsseldorf hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung für die angeschlagene Handelskette Strauss Innovation eröffnet. Der Beschluss sei bereits am Sonntag gefasst worden, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts Düsseldorf am Montag (AZ: 502 IN 20/14). Zum sogenannten Sachwalter sei der Anwalt Andreas Ringstmeier bestellt worden. Die Handelskette hatte in der vergangenen Woche angekündigt, bis Mitte des Jahres 17 ihrer insgesamt 96 Filialen zu schließen und 200 Mitarbeiter zu entlassen. Durch ein zügiges Insolvenzverfahren hofft das Unternehmen aber, die restlichen gut 1200 Arbeitsplätze erhalten zu können.

Noch am Montag seien die Kündigungen für die betroffenen Mitarbeiter und für die Mietverträge der vor der Schließung stehenden Filialen versandt worden, sagte ein Sprecher der Geschäftsführung. Im sogenannten Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung im Amt und wird von dem Sachwalter überwacht.

Die größten Textilhändler in Deutschland

Rang 10

Tchibo / Ernsting's Family
Die Unternehmen aus Hamburg und Coesfeld teilen sich den zehnten Platz mit einem Umsatz von 1,01 Milliarden Euro. Damit schlugen sie 2014 aber etablierte Modefilialisten wie Esprit, Inditex oder den Onlinehändler Zalando.

Quelle: „Textilwirtschaft“

Rang 9

Aldi-Gruppe
Die beiden Discounter (Aldi Nord/Aldi Süd) erzielten 2013 einen geschätzten Textilumsatz von 1,04 Milliarden Euro, ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr. Damit kann Aldi Rang neun verteidigen.

Rang 8

Lidl
Die Neckarsulmer liegen mit einem Textilumsatz von rund 1,08 Milliarden Euro auf Rang acht.

Rang 7

Tengelmann
Die Mülheimer, die rund 82 Prozent der Billig-Kette Kik besitzen, erwirtschafteten 2014 einen geschätzten Jahresumsatz von rund 1,3 Milliarden Euro, ein leichtes Plus zum Vorjahr.

Rang 6

Peek & Cloppenburg
Die Düsseldorfer belegen in der Rangfolge der größten Textileinzelhändler in Deutschland mit einem Jahresumsatz von 1,34 Milliarden Euro Platz sechs.

Rang 5

Karstadt
Deutlich geschrumpft ist erneut der Umsatz bei Karstadt - nach „Textilwirtschaft“-Schätzung um mehr als 300 Millionen Euro auf 1,58 Milliarden Euro. Dennoch wird Platz fünf verteidigt.

Platz 4

Metro
Die Düsseldorfer Metro-Group schafft mit Textilien im Jahr 2014 geschätzte 2,25 Milliarden Euro Umsatz.

Platz 3

C&A
Noch ein Düsseldorfer Unternehmen - mit einem Jahresumsatz von 2,9 Milliarden Euro ist C&A der drittgrößte Textileinzelhändler in Deutschland. Allerdings sind die Einnahmen seit Jahren rückläufig.

Platz 2

H&M
Die schwedische Modekette H&M steigert den Umsatz 2014 deutlich. Die Erlöse belaufen sich in Deutschland auf 3,8 Milliarden Euro.

Platz 1

Otto
Der größte Textileinzelhändler in Deutschland bleibt der Hamburger Versandhändler Otto Group mit einem Textil-Jahresumsatz von 4,2 Milliarden Euro im Jahr 2014.

Ende Januar hatte die Leitung der Handelskette zunächst ein Schutzschirm-Verfahren beantragt, um das mit hohen Verlusten kämpfende Unternehmen neu ausrichten zu können. Das Unternehmen hofft, das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung bereits bis zur Jahresmitte abschließen zu können.

Von

dpa

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