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17.01.2013

15:12 Uhr

Modekette

Milder Winterbeginn nagt am Umsatz von Wöhrl

Der Sommer zu kühl, der Winter zu warm: Textilhändler wie die Modekette Wöhrl leiden unter den lauen Temperaturen der vergangenen Monate. Dennoch geht es den Nürnbergern besser als anderen in der Branche.

Die Modekette Wöhrl folgt mit ihrer Umsatzentwicklung nicht dem Branchentrend. dpa

Die Modekette Wöhrl folgt mit ihrer Umsatzentwicklung nicht dem Branchentrend.

DüsseldorfDer milde Winter hat zum Jahresschluss am Umsatz der Nürnberger Modekette Wöhrl genagt. Von April bis Dezember sanken die Erlöse daher auf 204,7 Millionen Euro von 208 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie Rudolf Wöhrl am Donnerstag mitteilte.

Dennoch zeigte sich Wöhrl, der Anfang Januar die Übernahme des Wettbewerbers SinnLeffers angekündigt hat, zufrieden: Die Entwicklung sei „wesentlich besser als die des Gesamtmarkts, der im gleichen Zeitraum um fast vier Prozent rückläufig war.“ Mit Hilfe von Kostensenkungen und einer neuen Sortimentsstrategie konnte Wöhrl das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 50 Prozent auf sechs Millionen Euro steigern.

Die größten Textilhändler in Deutschland

Rang 10

Tchibo: Die Hamburger erzielten 2010 einen Umsatz von 945 Millionen Euro und landen damit in der Liste der Top 10 Textilhändler in Deutschland, die jährlich von der Fachzeitschrift Textil Wirtschaft veröffentlicht wird, auf Rang 10.

Rang 9

Aldi-Gruppe: Aldi Nord und Aldi Süd erzielten 2010 zusammengerechnet einen Umsatz von 1,03 Milliarden Euro. Damit zählt der große Player des Lebensmitteleinzelhandels auch im Bereich der Textilwirtschaft zu einem der größten Händler und belegt den neunten Platz.

Rang 8

Lidl: Auch die Neckarsulmer, kein Leichtgewicht im Lebensmitteleinzelhandel, sind vertreten. Mit einem Jahresumsatz (2010) von rund 1,05 Milliarden Euro rangieren sie auf Platz 8.

Rang 7

Tengelmann: Die Mülheimer, die rund 82 Prozent der Billig-Kette Kik besitzen, erwirtschafteten 2010 einen Jahresumsatz von rund 1,2 Milliarden Euro. Damit landet das Familienunternehmen Tengelmann auf Platz 7.

Rang 6

Peek & Cloppenburg: Die Düsseldorfer belegen in der Rangfolge der größten Textileinzelhändler in Deutschland mit einem Jahresumsatz (2010) von 1,33 Milliarden Euro Platz 6.

Rang 5

Karstadt: 1,97 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2010 - das verhilft dem Essener Konzern ins Mittelfeld auf Platz 5.

Platz 4

Metro: Die Düsseldorfer Metro-Group belegt den vierten Platz. Jahresumsatz in 2010 2,42 Milliarden Euro.

Platz 3

C&A: Noch ein Düsseldorfer Unternehmen - mit einem Jahresumsatz von über 3 Milliarden Euro ist C&A der drittgrößte Textileinzelhändler in Deutschland.

Platz 2

H&M: Der zweitgrößte Textil-Player in Deutschland ist die Hamburger Modekette H&M mit einem Jahresumsatz von 3,2 Milliarden Euro.

Platz 1

Otto: Der größte Textileinzelhändler in Deutschland ist die Hamburger Otto Group mit einem Jahresumsatz (2010) von 4,16 Milliarden Euro.

Insgesamt konnte der gesamte deutsche Einzelhandel im abgelaufenen Jahr nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9 und 2,1 Prozent zulegen. Damit lagen die Zuwächse allerdings deutlich niedriger als 2011 und 2010. Den Textilhändlern setzten jedoch der kühle Sommer und der milde Winter zu.

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Beide ergänzten sich „nahezu ideal“, so der glückliche Käufer.

Wöhrl hat sich profitables Wachstum zum Ziel gesetzt. Mit der Übernahme der Modekette SinnLeffers gewinnt das Familienunternehmen, das seinen Schwerpunkt im Süden und Osten der Republik hat, Standorte vor allem in Nordrhein-Westfalen. Das Bundeskartellamt muss der Übernahme noch zustimmen.

Von

rtr

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