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10.09.2013

15:56 Uhr

Modekonzern

Esprit mit tiefroter Bilanz

Esprit rutscht in die Verlustzone. Auch der Umsatz schrumpft im Geschäftsjahr 2012/2013 um 14 Prozent. Grund dafür sind vor allem die Filialschließungen der Modemarke.

Esprit-Chef José Manuel Martinez will nun den Konzernumbau vorantreiben. dpa

Esprit-Chef José Manuel Martinez will nun den Konzernumbau vorantreiben.

Ratingen/HongkongDer Modekonzern Esprit schreibt erstmals seit dem Gang an die Börse vor 20 Jahren tiefrote Zahlen. In seinem bis Ende Juni reichenden Geschäftsjahr 2012/13 lag der Verlust bei 4,4 Milliarden Hongkong-Dollar oder 430 Millionen Euro. Ein zweistelliger Umsatzrückgang und umfangreiche Sonderbelastungen verhagelten die am Dienstag in Hongkong veröffentlichte Bilanz.

Esprit-Chef José Manuel Martinez will den seit längerem laufenden Konzernumbau mit Hochdruck weiter vorantreiben und weiter an den Kosten feilen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fielen weltweit bereits 1.700 Vollzeitarbeitsplätze weg.

„In einem schwierigen Jahr haben wir Schritt für Schritt die ersten Weichen für unser ehrgeiziges Ziel gestellt, unsere Wettbewerbsfähigkeit wiederzuerlangen“, erklärte Martinez. Er war vor einem Jahr als Hoffnungsträger an die Esprit-Spitze gerückt und kam vom spanischen Konkurrenten Inditex, zudem unter anderem die Modekette Zara gehört.

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Bei Esprit sollen die internen Prozesse schneller und effizienter werden, der Konzern will auf Modetrends rascher reagieren. Der eingeschlagene Kurs sei richtig, wie bereits die zweite Hälfte des abgelaufenen Geschäftsjahres gezeigt habe, betonte Martinez. So flachte der Umsatzrückgang der fortgeführten konzerneigenen Läden in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres ab.

Im Geschäftsjahr 2012/2013 schrumpfte der Konzernumsatz um 14 Prozent auf 25,9 Milliarden Hongkong-Dollar (gut 2,5 Milliarden Euro). Dabei spielten auch der Rückzug aus Nordamerika und die Schließung von unrentablen Läden eine Rolle. 107 Neueröffnungen standen 149 Ladenschließungen gegenüber. Die Zahl der Vollzeitarbeitsplätze von Esprit sank von 12.400 auf 10.700.

Esprit ist bereits seit einigen Jahren eine Baustelle: Im September 2011 wurden Gesamtinvestitionen von mehr als 1,7 Milliarden Euro in die Marke und das Modeunternehmen über einen Zeitraum von vier Jahren angekündigt. Hintergrund war ein Gewinneinbruch 2010/11, als der Profit auf 79 Millionen Hongkong-Dollar einbrach. 2011/12 ist der Konzerngewinn wieder auf 873 Millionen Hongkong-Dollar gestiegen.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

10.09.2013, 13:16 Uhr

Das Unternehmen wird in absehbarer Zeit vom Markt verschwinden. Schon Gorbatschow hatte damals gesagt: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!"... Esprit hat schon lange die Zeichen der Zeit übersehen.

peter.hielle@gmx.de

13.09.2013, 20:47 Uhr

Esprit ist mode für junge leute
qualität zum guten preis
in der wirtschaft geht es eben mal rauf und runter
wir -- esprit -- haben den markt der jungen
mode über jahre beeinflußt, mit erfolg
und sind doch immer noch für
viele junge und jung geblieben eine
liebenswerte und begehrenswerte Marke
Diese Marke wird vom markt nicht verschwinden peter hielle

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