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23.09.2015

14:57 Uhr

Modekonzern

Esprit rutscht in die roten Zahlen

Die Umsätze von Esprit sind im abgelaufenen Geschäftsjahr kräftig eingebrochen. Abschreibungen, Rückstellungen und Kosten für die Schließung unrentabler Läden führten zu einem Milliardenverlust.

Der wichtigste Markt ist Deutschland. dpa

Esprit

Der wichtigste Markt ist Deutschland.

Ratingen/HongkongProbleme in China und das ungewöhnlich warme Wetter hierzulande haben dem Modekonzern Esprit im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 schwer zu schaffen gemacht. Die Umsätze knickten in dem Ende Juni abgelaufenen Jahr um fast ein Fünftel auf 19,4 Milliarden Hongkong-Dollar (2,24 Mrd Euro) ein, wie das Unternehmen mit Firmensitz in Ratingen und Börsennotierung in Hongkong am Mittwoch mitteilte.

Abschreibungen, Rückstellungen und Kosten für die Schließung unrentabler Läden führten unter dem Strich zu einem Verlust von 3,7 Milliarden Hongkong-Dollar (427 Mio Euro). Im Vorjahr hatte Esprit noch einen kleinen Gewinn von 210 Millionen Hongkong-Dollar ausgewiesen.

Deutschland ist mit Abstand der wichtigste Markt für Esprit. Hier gingen die Erlöse um 21 Prozent zurück. Die gesamte Modebranche steht derzeit unter Druck. Am Vortag hatte die Modekette Tom Tailor mit Verweis auf volle Lager und hohe Rabatte ihre Gewinnprognose kassiert. Auch Gerry Weber meldete zuletzt schwache Zahlen.

Die größten Textilhändler in Deutschland

Rang 10

Tchibo / Ernsting's Family
Die Unternehmen aus Hamburg und Coesfeld teilen sich den zehnten Platz mit einem Umsatz von 1,01 Milliarden Euro. Damit schlugen sie 2014 aber etablierte Modefilialisten wie Esprit, Inditex oder den Onlinehändler Zalando.

Quelle: „Textilwirtschaft“

Rang 9

Aldi-Gruppe
Die beiden Discounter (Aldi Nord/Aldi Süd) erzielten 2013 einen geschätzten Textilumsatz von 1,04 Milliarden Euro, ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr. Damit kann Aldi Rang neun verteidigen.

Rang 8

Lidl
Die Neckarsulmer liegen mit einem Textilumsatz von rund 1,08 Milliarden Euro auf Rang acht.

Rang 7

Tengelmann
Die Mülheimer, die rund 82 Prozent der Billig-Kette Kik besitzen, erwirtschafteten 2014 einen geschätzten Jahresumsatz von rund 1,3 Milliarden Euro, ein leichtes Plus zum Vorjahr.

Rang 6

Peek & Cloppenburg
Die Düsseldorfer belegen in der Rangfolge der größten Textileinzelhändler in Deutschland mit einem Jahresumsatz von 1,34 Milliarden Euro Platz sechs.

Rang 5

Karstadt
Deutlich geschrumpft ist erneut der Umsatz bei Karstadt - nach „Textilwirtschaft“-Schätzung um mehr als 300 Millionen Euro auf 1,58 Milliarden Euro. Dennoch wird Platz fünf verteidigt.

Platz 4

Metro
Die Düsseldorfer Metro-Group schafft mit Textilien im Jahr 2014 geschätzte 2,25 Milliarden Euro Umsatz.

Platz 3

C&A
Noch ein Düsseldorfer Unternehmen - mit einem Jahresumsatz von 2,9 Milliarden Euro ist C&A der drittgrößte Textileinzelhändler in Deutschland. Allerdings sind die Einnahmen seit Jahren rückläufig.

Platz 2

H&M
Die schwedische Modekette H&M steigert den Umsatz 2014 deutlich. Die Erlöse belaufen sich in Deutschland auf 3,8 Milliarden Euro.

Platz 1

Otto
Der größte Textileinzelhändler in Deutschland bleibt der Hamburger Versandhändler Otto Group mit einem Textil-Jahresumsatz von 4,2 Milliarden Euro im Jahr 2014.

Von

dpa

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