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22.04.2012

16:23 Uhr

Modeunternehmen

Benetton-Chef gibt Konzern an den Sohn weiter

Ein erfolgreicher Unternehmer zieht sich zurück. Luciano Benetton tritt die Leitung des Mode- und Bekleidungskonzerns an seinen Sohn Alessandro ab. Der habe gezeigt, dass auch er es kann.

Nach 47 Jahren gibt Luciano Benetton die Leitung des italienischen Modeunternehmens ab. AFP

Nach 47 Jahren gibt Luciano Benetton die Leitung des italienischen Modeunternehmens ab.

RomNach 47 Jahren gibt Firmengründer und Präsident Luciano Benetton die Leitung des italienischen Modeunternehmens an seinen Sohn Alessandro ab. An diesem Dienstag werde er alle Ämter des Unternehmens in Ponzano bei Venedig niederlegen, das er zusammen mit seinen drei Geschwistern einst gegründet habe, sagte der 76-jährige Benetton der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ (Sonntag).

Sein 48 Jahre alter Sohn Alessandro war bereits Vize-Präsident der Benetton-Gruppe mit ihren etwa 6500 Geschäften in 120 Ländern und einem Umsatz von mehr als zwei Milliarden Euro. 1965 gegründet, ist das Unternehmen auch für seine ausgefallenen und teils schockierenden Werbekampagnen bekannt. Zum Wechsel meinte Luciano Benetton, für den Unternehmer bleibe die Herausforderung doch immer gleich: „Er muss aktiv sein, sich etwas ausdenken, innovativ sein“, erklärte er.

Sein Sohn habe gezeigt, dass er das könne, machte der Unternehmer in dem Interview deutlich: „Er wird vor allem Leidenschaft brauchen“, habe aber als Vize-Präsident der Gruppe bereits bewiesen, dass er darüber verfüge, so Luciano Benetton optimistisch. Man müsse in sein Metier verliebt sein und dann den Willen entwickeln, Herausforderungen anzunehmen und zu lernen. Das sei etwas, das Italien derzeit fehle, meinte der scheidende Präsident kritisch, „der Wille zu wachsen und die Welt zu überraschen“.

Seine Marken, allen voran das weltweit wohl bekannteste „United Colors of Benetton“ und seine umstrittenen PR-Kampagnen zeichnen das Unternehmen aus. Aids, Krieg und Rassismus waren aufsehenerregende Werbethemen des norditalienischen Modekonzerns, entwickelt zusammen mit dem Fotografen Oliviero Toscani. Erst 2011 musste Benetton nach Protesten des Vatikans eine neue Fotomontage zurücknehmen, die einen Kuss zwischen Papst Benedikt XVI. und einem Imam zu zeigen schien.

Neben Mode, Bekleidung und Accessoires war Benetton bis zum Jahr 2000 auch mit einem eigenen Rennstall in der Formel 1 aktiv. Und um die ersten vier Jahrzehnte nach der erfolgreichen Benetton-Gründung zu feiern, gab es 2006 im Pariser Centre Pompidou die erste Modeschau.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

22.04.2012, 20:03 Uhr

Ach,das sind noch Dynastien!Und wie die allermeisten Dynastien haben auch die Benettons ihre Leichen im Keller und nicht nur mit Klamotten ihr Geld verdient.So sind die Benettons der größte Landbesitzer Argentiniens und vertreiben die Einheimischen von ihren seit tausenden von Jahren angestammten Gebieten und lassen es dann schön brach liegen.Wenn ein Konzern eine bestimmte Größe erreicht meldet sich automatisch die dunkle Seite und will ihren Teil.

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