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23.09.2012

12:10 Uhr

Möbelkette

Ikea testet Verkauf von Solaranlagen

Die Möbelkette Ikea entdeckt das Geschäft mit Solaranlagen. In Großbritannien testen die Schweden, wie das Angebot ankommt. Danach will der Konzern entscheiden, ob er auch in Deutschland Fotovoltaik-Panele anbietet.

Die schwedische Möbelhauskette nimmt testweise Solaranlagen ins Sortiment. Reuters

Die schwedische Möbelhauskette nimmt testweise Solaranlagen ins Sortiment.

DüsseldorfDie schwedische Möbelkette Ikea bietet neben Sofas und Kleiderschränken möglicherweise bald auch Solaranlagen an. Derzeit teste das Unternehmen in Großbritannien den Verkauf von Solarmodulen, berichtet die „Wirtschaftswoche“ in ihrer neuen Ausgabe.

Danach wolle der Konzern entscheiden, ob er das Geschäft auf andere Länder ausweitet. Auch Deutschland sei im Gespräch. „Wir warten den Test in Großbritannien ab“, sagte ein Konzern-Sprecher in Deutschland dem Blatt.
Die von Ikea vertriebenen Solaranlagen kommen laut „Wirtschaftswoche“ vom chinesischen Hersteller Hanergy. In Deutschland machte Hanergy zuletzt im Juni Schlagzeilen, als das Unternehmen die Tochterfirma Solibro des insolventen Solarkonzerns Q-Cells aus Bitterfeld in Sachsen-Anhalt kaufte.

Hanergy bestückt zurzeit auch die Dächer von elf Ikea-Möbelhäusern in China mit Solaranlagen. Um sein Image aufzupolieren, hat der Möbelkonzern im letzten Geschäftsjahr 470 Millionen Euro in Wind- und Solarenergie investiert. Insgesamt stattete das Unternehmen 60 eigene Gebäude mit Fotovoltaikanlagen aus. In den USA zählt Ikea mit rund 22 Megawatt installierter Leistung zu den größten Betreibern von Dach-Solaranlagen.

Das Ikea-Angebot umfasst neben den Panelen auch die Beratung vor Ort, die Installation und die Garantie. Rund 70.000 Kunden in der englischen Provinz hat der Konzern in den vergangenen Tagen schon angeschrieben und bei ihnen für die Technologie geworben.

Von

dpa

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