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10.06.2015

17:31 Uhr

Möglicher Kaufhof-Käufer

Kanadischer Handelsriese Hudson's Bay rutscht in die Verlustzone

Trotz steigendem Umsatz in den roten Zahlen: Der kanadische Kaufhof-Interessent Hudson's Bay ist aufgrund höherer Verwaltungskosten in die Verlustzone gerutscht. Nun will das Unternehmen weiter investieren.

Mit dem kanadischen Handelsriesen Hudson's Bay ist ein Interessent an der Warenhaus-Kette Kaufhof in die roten Zahlen gerutscht. ap

Metro-Tochter Kaufhof

Mit dem kanadischen Handelsriesen Hudson's Bay ist ein Interessent an der Warenhaus-Kette Kaufhof in die roten Zahlen gerutscht.

TorontoGestiegene Kosten haben den kanadischen Kaufhof-Interessenten Hudson's Bay in die roten Zahlen gedrückt. Wegen höherer Ausgaben für die Verwaltung fiel im bis Anfang Mai laufenden ersten Geschäftsquartal unter dem Strich ein Verlust von umgerechnet 39 Millionen Euro an nach einem Gewinn von 127 Millionen Euro im Jahr zuvor, wie der Handelsriese am Mittwoch mitteilte.

Der Umsatz kletterte dagegen um 11,7 Prozent auf umgerechnet 1,5 Milliarden Euro. Konzernchef Jerry Storch kündigte weitere Investitionen an, um langfristiges Umsatzwachstum zu erzielen. Im Rennen um die Metro–Tochter Kaufhof gilt Hudson's Bay als größter Konkurrent des Karstadt-Eigners Rene Benko.

Kaufhof – ein Warenhaus mit Tradition

Kaufhofs Geschichte

Die Galeria Kaufhof GmbH ist neben Karstadt das älteste und traditionsreichste Warenhaus in Deutschland. 1996 fusionierte das Unternehmen mit dem Handelsriesen Metro.

Ursprung

Den Grundstein des Unternehmens legte der Textilhändler Leonhard Tietz, der 1879 ein Geschäft in Stralsund für Knöpfe, Garne, Stoffe und Wollwaren gegründet hatte.

Aktiengesellschaft

Rund ein Vierteljahrhundert später war er der erste Warenhausbetreiber, der sein Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umwandelte.

Zukäufe

Der letzte große Zukauf datiert aus dem Jahr 1994, als Kaufhof den Konkurrenten Horten schluckte. Im Frühjahr 2008 setzte der damalige Vorstandschef Eckhard Cordes die Tochterfirma auf die Verkaufsliste.

Verkaufsgespräche waren eingestellt

Im Januar 2012 stoppte die Metro-Gruppe die Verkaufsgespräche für die Warenhauskette Kaufhof. Die Gespräche mit Interessenten für die Übernahme würden bis auf Weiteres eingestellt. Als Grund gab das Unternehmen die „nicht optimale Situation an den Finanzmärkten“ an. Trotzdem wollte Metro den Konzern gerne loswerden – und sah jetzt dazu die Chance.

Aktuelle Zahlen

Mit gut 3,1 Milliarden Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14 ist Galeria Kaufhof die kleinste von vier Metro-Vertriebslinien. Vor Steuern und Zinsen machte Kaufhof im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres ein Plus von 115 Millionen Euro. Vertreten ist das Warenhaus an 119 Standorten in Deutschland und 16 in Belgien.

Das bislang nur in Kanada und den USA präsente Unternehmen hat Insidern zufolge eine erste unverbindliche Offerte für die größte deutsche Warenhauskette mit ihren fast 140 Filialen in Deutschland und Belgien abgegeben.

Von

rtr

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